Notstromversorgung im Haus: Lohnt es sich?

Stürme, technische Defekte oder Baufehler sorgen immer wieder dafür, dass der Strom in vielen Haushalten ausfällt. Im Jahr 2019 musste so jeder Deutsche im Durchschnitt 12,20 Minuten ohne auskommen. Während viele keine Unterbrechungen verzeichneten, konnten andere tagelang nicht auf elektrische Energie zugreifen. So fiel der Strom im Berliner Stadtteil Köpenick über 30 Stunden aus, weil ein Bagger wichtige Versorgungsleitungen beschädigt hatte. Das Beispiel zeigt: Egal wie sicher Netze sind – ein Stromausfall kann nie ausgeschlossen werden.

Notstromversorgung Schalter
Über eine manuelle oder automatische Netzumschaltung lässt sich die Notstromversorgung starten.

Mit einer Ersatz- oder Notstromversorgung sichern sich Hausbesitzer und Anlagenbetreiber zumindest zeitweise ab. Denn die Technik stellt elektrische Energie aus Akkus oder Generatoren bereit, wenn öffentliche Stromversorgungsnetze keine mehr liefern. Deutsche-Thermo.de erklärt, wie das funktioniert, für wen sich die Notstromversorgung lohnt und was bei Installation und Betrieb zu beachten ist.

Die Themen im Überblick

Aufbau und Funktion einer Notstromanlage einfach erklärt

Bei der Notstromversorgung speisen Akkus oder Generatoren elektrische Energie in eine Hausanlage ein, wenn das Netz keine mehr liefert. Wichtige Verbraucher wie Kühlschränke, Heizgeräte oder Lampen lassen sich auf diese Weise weiter betreiben.

Ohne die Not- oder Ersatzanlagen kann es hingegen zu gravierenden Schäden kommen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Kommt es im Krankenhaus zu einem Stromausfall, arbeiten viele Geräte nicht mehr. Ärzte verschieben wichtige Operationen und das Leben zahlreicher Menschen steht auf dem Spiel.

Fällt der Strom in Betrieben aus, schalten sich auch Server schlagartig ab. Das führt im schlimmsten Fall zu einem Verlust der Daten und zieht schwere wirtschaftliche Folgen nach sich.

Haben Hausbesitzer keinen Strom mehr, funktioniert die Zentralheizung nicht. Was zu Komforteinbußen führt, kann auch mit schweren baulichen Problemen einhergehen. Und zwar immer dann, wenn Leitungen einfrieren und es zum Wasserschaden kommt.

Im Alltag, in der Wirtschaft und in der Pflege lassen sich viele weitere Beispiele finden, die zeigen, wie wichtig elektrische Energie ist. Diese zu jeder Zeit verfügbar zu machen, ist Aufgabe der Notstromversorgung im Haus.

Generatoren, Trenn- und Einspeisestellen sorgen für elektrische Energie

Notstromanlagen gehen bei einem Stromausfall manuell oder automatisch in Betrieb und speisen Strom in die Hausanlage ein. Als Energiequelle kommen dabei unter anderem Akkumulatoren (Notstrom-Batterieanlagen), Generatoren oder Blockheizkraftwerke wie Brennstoffzellen infrage. Diese bevorraten oder erzeugen elektrische Energie, welche dann über eine Netztrennstelle in die Hausanlage gelangt.

Automatische Netzumschaltung

Letztere stellt den Einspeisepunkt dar. Sie trennt die Versorgung zum Stromnetz allpolig und gibt die Notstromversorgung frei. Funktioniert das öffentliche Netz wieder, trennt ein Schalter das Notstromaggregat. Er gibt den Anschluss zum öffentlichen Netz frei und alles funktioniert wie gewohnt.

Wenn Hausbesitzer und Anlagenbetreiber die Netzumschaltung nicht manuell vornehmen müssen, bekommen sie davon kaum etwas mit. Denn dann schalten sich Notstromaggregate automatisch zu. Abhängig von der Art der Anlage dauert die Unterbrechung dabei teilweise nur Millisekunden und der Strom ist wieder da.

Notstromversorgung und Ersatzstromversorgung: Was ist der Unterschied?

Bei der Notstromversorgung geht es darum, zu jeder Zeit ausreichend elektrische Energie zur Verfügung zu stellen. Aggregate schalten sich dabei innerhalb weniger Sekunden ein. Bei einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) sorgen Notstrom-Batterieanlagen dafür, dass elektrische Energie bereits nach Millisekunden anliegt – der Stromausfall ist also auch für sensible elektrische Geräte kaum spürbar.

Ersatzstromanlagen sind träger. Sie benötigen etwas länger bis elektrische Energie nutzbar ist, kosten dafür aber auch weniger. Zum Einsatz kommen die Lösungen immer dann, wenn ein Stromausfall nicht sofort zu bleibenden Schäden führt.

Stand-alone-Aggregate

Noch einfacher ist es, Stand-alone-Aggregate aufzustellen, um ein Haus mit Notstrom zu versorgen. Diese sind mobil und stellen die elektrische Energie über eine oder mehrere integrierte Steckdosen zur Verfügung. Kommt es zu einem Stromausfall, können Verbraucher damit zumindest einzelne Geräte betreiben.

Einsatzbereiche der Notstromversorgung im Haus und im Betrieb

Wie beschrieben, gibt es zahlreiche Gründe, aus denen es sich lohnt, ein Haus mit Notstrom zu versorgen. Während in privat genutzten Gebäuden vor allem Frostschutz und Sicherheit von Bedeutung sind, hängen in Krankenhäusern und Pflegeheimen Menschenleben davon ab.

Die folgende Übersicht zeigt typische Einsatzbereiche der Notstromversorgung:

Wohnhaus

Quartier

Siedlungen

Server-Räume

Rechenzentren

Firmengebäude

Krankenhäuser

Pflegeheime

Wichtige technische Anlagen

Neben der Notstromversorgung im Einfamilienhaus oder in anderen Gebäuden ist es auch möglich, ganze Stromnetze bedarfsgerecht mit elektrischer Energie zu versorgen. In Quartieren oder Siedlungen hilft das beispielsweise, Heizungen, Beleuchtungsanlagen oder Alarmanlagen am Laufen zu halten.

Manuelle oder automatische Umschaltung auf Notstrom

Die Notstromversorgung im Einfamilienhaus lässt sich manuell oder automatisch in Betrieb nehmen. Ersteres kommt immer dann infrage, wenn kurze Ausfälle zu verkraften sind. Denn hier betätigen Hausbesitzer oder Anlagenbetreiber einen Schalter von Hand, um die allpolige Trennung vom öffentlichen Versorgungsnetz vorzunehmen. Sie starten den Generator und leiten anschließend elektrische Energie in das Hausnetz ein.

Notstromversorgung mit automatischer Umschaltung für mehr Sicherheit

Wichtig zu wissen ist, dass das nur bei Anwesenheit funktioniert. Wer viel verreist oder Strom unabhängig verfügbar haben möchte, kann sich auch für eine Notstromversorgung mit automatischer Umschaltung entscheiden. Fällt der Strom im öffentlichen Netz aus, trennt ein Schalter dieses selbsttätig allpolig von der Hausanlage. Der Generator, welcher dazu über eine elektrische Zündung mit Akku verfügen muss, geht in Betrieb und liefert Notstrom für das Haus.

USV Notstrom ohne Unterbrechung für sensible Geräte und Anlagen

Bis die Notstromversorgung im Haus arbeitet, können einige Sekunden vergehen. Ist das bereits zu lang, hilft nur eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Diese liefert sogenannten USV-Notstrom nach wenigen Millisekunden, um Ausfälle schadenfrei zu überstehen. Infrage kommen diese vor allem bei Serverräumen oder Rechenzentren, um Datenverluste sicher zu vermeiden.

Die passende Technik zur Notstrom-Hauseinspeisung

Wer sich für eine Anlage zur Notstromversorgung interessiert, hat grundsätzlich verschiedene Lösungen zur Verfügung. Neben Photovoltaikanlagen und Akkus gibt es dabei auch klassische Generatoren und moderne Brennstoffzellen. Die folgende Tabelle erklärt, wie die verschiedenen Geräte funktionieren und wann sie infrage kommen.

TechnikEigenschaften
Notstromversorgung mit Batterie (Akku)Eine Notstrom-Batterieanlage oder ein Notstrom-Akku hält elektrische Energie für kurze Ausfälle bereit. Der Strom fließt nach der Netzabschaltung schnell, da hier keine Generatoren anlaufen müssen. Während die Zeit zur Überbrückung begrenzt ist, bieten Notstrom-Batterieanlage in puncto Wartung einige Vorteile. Denn hier gibt es keine beweglichen Bauteile, die kaputt gehen können. Infrage kommen Notstrom-Akkus vor allem bei der unterbrechungsfreien Stromversorgung, wo sie zur Überbrückung längerer Ausfälle mit einer Netzersatzanlage zur Notstromversorgung koppelbar sind.
Photovoltaik als Ersatz bei StromausfällenEine besondere Form der Notstromversorgung bietet die Photovoltaik. Die Anlagen nutzen Solarmodule, um Strahlungsenergie der Sonne in Strom umzuwandeln. Leiten sie Letzteren in einen Batteriespeicher, lässt er sich auch zeitversetzt nutzen. Mit einem passenden Wechselrichter und der möglichen allpoligen Trennung vom öffentlichen Netz lässt sich ein Solarspeicher auch als Notstrom-Akku nutzen. Die Reichweite ist in aller Regel auf maximal einen Tag begrenzt und vom solaren Angebot abhängig. Im besten Falle versorgen sich Hausbesitzer und Anlagenbetreiber mit Photovoltaik und Notstrom-Akku aber lange Zeit kostenfrei und umweltfreundlich selbst.
Stromerzeuger mit VerbrennungsmotorKlassische Anlagen zur Notstromversorgung setzen auf Generatoren mit Verbrennungsmotor. Diese verbrennen Flüssiggas, Erdgas oder flüssige Brennstoffe, um einen Motor anzutreiben. Ein Generator wandelt die mechanische in elektrische Energie um und ermöglicht die Notstrom-Hausversorgung. Zum Einsatz kommen hier vor allem sogenannte Inverter-Stromerzeuger. Diese verfügen über einen Wechselrichter, der sauberen Strom ohne nennenswerte Spannungsschwankungen liefert, bei denen sensible elektronische Geräte zu Schaden kommen könnten. Ein solches Stromaggregat kann hohe Leistungswerte erzielen, ist dafür aber regelmäßig zu warten. Nur so lässt sich gewährleisten, dass die Anlagen im Ernstfall jederzeit in Betrieb gehen können.
Notstromversorgung mit BrennstoffzelleDie Notstromversorgung mit Brennstoffzelle setzt auf eine elektrochemische Reaktion, bei der Wasserstoff und Sauerstoff unter kontrollierten Bedingungen miteinander reagieren. Es entsteht Strom, der sich über Kontakte abgreifen und in Notstrom-Akkus oder die Hausanlage einspeisen lässt. Gegenüber konventionellen Aggregaten zur Notstromversorgung bieten Brennstoffzellen einige Vorteile. Denn sie sind wartungsarm, kommen ohne regelmäßigen Brennstoffaustausch aus und arbeiten sauber. So lässt sich Notstrom zuverlässig und sowie CO2-arm bereitstellen.

Geht es um die Planung der Notstromversorgung im Haus, kommt es neben der richtigen Technik auch auf deren Dimensionierung an. Entscheidend sind dabei Fragen nach dem Brennstoff, der benötigten Spannung (230 oder 400 Volt Notstrom) und der erforderlichen Leistung.

Verschiedene Brennstoffe verfügbar: Worin liegt der Unterschied?

Die Notstromversorgung lässt sich mit Diesel, Flüssiggas oder Erdgas realisieren. Während eine Entscheidung in der Regel vom verfügbaren Brennstoff abhängt, haben Hausbesitzer ohne Gasanschluss die Wahl: Denn Sie können die Notstromversorgung auch mit Gasflaschen sicherstellten. Die folgende Übersicht zeigt, worin die Vor- und Nachteile der verschiedenen Brennstoffe liegen.

Notstromversorgung mit Diesel

Vorteile:

größere Generatoren

geringere Brennstoffkosten

robuster in der Ausführung

großer Leistungsbereich

Nachteile:

höherer Anschaffungspreis

laut und unruhiger im Betrieb

Brennstoffe altern und sind regelmäßig zu tauschen

Notstromversorgung mit Benzin

Vorteile:

Gräte sind meist kompakt

günstig in der Anschaffung

niedriger Verbrauch

laufruhig und leiser

Nachteile:

höhere Brennstoffpreise

begrenzte Leistung

Brennstoffe altern und sind regelmäßig zu tauschen

Notstromversorgung mit Flüssiggas oder Erdgas

Vorteile:

Erd- oder Flüssiggas wählbar

netzunabhängige Notstromversorgung mit Gasflaschen

saubere Verbrennung

geringe Verbrauchskosten

kein Brennstoffaustausch bei der Wartung nötig

Nachteile:

Erdgas steht nicht überall zur Verfügung

höherer Anschaffungspreis

230 oder 400 Volt Notstromversorgung: Welche Spannung ist nötig?

Die Wahl der Spannung hängt von den zu versorgenden Geräten ab. Soll die Notstromanlage lediglich HiFi-Anlagen, Kühlschränke oder Beleuchtungs- und Kommunikationsanlagen mit Strom versorgen, genügen in der Regel 230-Volt-Systeme. Für Herde, Kochplatten und 3-phasige Verbraucher sind hingegen 400-Volt-Anlagen erforderlich. Die folgende Auswahlhilfe für zeigt übersichtlich, wenn welche Generatoren infrage kommen:

nur 1-phasige Verbraucher mit 230 Volt: 1-phasiger Generator mit 230 Volt Spannung

nur 3-phasige Verbraucher mit 400 Volt: 3-phasiger Generator mit 400 Volt Spannung

1- und 3-phasige Verbraucher mit 230 und 400 Volt: 3-phasiger Generator mit 400 Volt Spannung

Die erforderliche Leistung der Notstromversorgung im Haus berechnen

Neben der Spannung kommt es auch darauf an, dass die Notstromversorgung ausreichend Leistung zur Verfügung stellt. Entscheidend sind dabei die bei einem Stromausfall zu versorgenden Geräte und deren Anschlusswerte.

Wichtig zu wissen: Viele Geräte benötigen beim Anfahren mehr Energie. So ist es beispielsweise bei Elektromotoren, die zunächst in Gang kommen müssen. Um das zu berücksichtigen, ist die Nennleistung mit einem entsprechenden Faktor zu multiplizieren.

Die folgende Tabelle zeigt typische Verbraucher, ihre Nennleistung und Faktoren, um den Anlaufstrom berechnen zu können.

 NennleistungFaktorBenötigte Leistung
Kühlschrank200 Watt3,5700 Watt
Herdplatte6.000 Watt1,06.000 Watt
Ölheizung500 Watt1,2600 Watt
Beleuchtung100 Watt1,0100 Watt
Mikrowelle1.000 Watt3,03.000 Watt
Hauswasserautomat800 Watt3,52.800 Watt

Während die Angaben in der Tabelle für die Notstromversorgung im Haus gelten, liefern Hersteller die entsprechenden Werte auch für Geräte aus der Medizin- oder Produktionstechnik.

Um die nötige Leistung berechnen zu können, sind alle elektrischen Verbraucher aufzuführen, die mit Notstrom versorgt werden sollen. Anschließend notieren Planer die Nennleistung, multiplizieren diese mit dem Korrekturfaktor und berechnen so den Einschaltstrom für alle, gleichzeitig in Betrieb gehenden Geräte. Das Ergebnis zeigt daraufhin, wie viel die Notstromversorgung im Haus leisten muss. Wer hier unsicher ist, bekommt fachliche Unterstützung von Elektrofachhandwerkern und Anbietern der Notstromanlagen.

Aufstellung und Installation der Notstromversorgung im Haus

Ist die Planung abgeschlossen? Dann geht es um die Aufstellung, Installation und Inbetriebnahme der Notstromanlagen. Wichtigste Voraussetzung hier ist, dass nur erfahrene und zugelassene Fachhandwerker die Technik einbauen und in Betrieb nehmen dürfen. Die Experten unterstützen auch bei der Auslegung und geben wertvolle Tipps dazu, welche Technik und welcher Brennstoff im individuellen Fall am besten geeignet ist.

Außerdem ist der Energieversorger von der Anlage in Kenntnis zu setzen und zu prüfen, ob die Geschäftsbedingungen der Stromlieferanten besondere Anforderungen an die Notstromversorgung beinhalten.

Ablauf: Schritt für Schritt zu einer sicheren Stromversorgung

Ist im Haus eine Notstromversorgung wichtig? Welche Geräte sind im Ernstfall zu versorgen und welche Anforderungen muss die Notstromanlage erfüllen? All das sind Fragen, die sich auf die Planung und Auslegung der technischen Anlagen auswirken. Die folgende Übersicht zeigt den Ablauf Schritt für Schritt und hilft, nichts zu vergessen.

01

Notversorgung definieren:

Welche Geräte und Anlagen benötigen bei einem Stromausfall unbedingt elektrische Energie, auf welche kann man getrost verzichten? Ist USV-Notstrom erforderlich?

02

Infrastruktur ermitteln:

Wie kommt der Strom im Notfall zu den entsprechenden Geräten? Ersetzt ein Generator das öffentliche Stromnetz komplett oder gibt es einen eigenen Stromkreis zur Notstromversorgung im Haus?

03

Energiebedarf bestimmen:

Welche Spannung ist erforderlich und wie viel Strom benötigen die im Notfall zu versorgenden Geräte? Wie hoch sind die entsprechenden Anlaufströme und wie lassen sich diese eventuell reduzieren?

04

Planung der Anlage:

Wie ist die Notstromversorgung aufgebaut. Welche Geräte und Brennstoffe kommen zum Einsatz? Wo ist der Generator untergebracht?

05

Installation und Wartung:

Wer installiert die Technik im Haus und welche Wartungsintervalle sowie -arbeiten sind erforderlich?

In der Praxis stehen erfahrene Planer, Handwerker und Hersteller ihren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Sie unterstützen bei allen Schritten des Ablaufs und stellen eine zuverlässige Notstromversorgung sicher.

Preise für die Notstromversorgung im Haus

Wie viel die Notstromversorgung kosten kann, lässt sich nicht pauschal angeben. Denn die Preise der Anlagen hängen sehr stark von der gewünschten Technik, den geforderten Leistungen und den zu versorgenden Geräten ab. Während Stand-alone-Stromerzeuger für die mobile Notstromversorgung teilweise weniger als 1.000 Euro kosten, liegen die Preise fachgerecht installierter Hausanlagen mit manueller oder automatischer Netztrennstelle in der Regel deutlich höher. Das gilt vor allem dann, wenn Server oder andere sensible Geräte nicht ohne USV-Notstrom auskommen. Verlässliche Informationen zu den Kosten liefert daher nur ein individuell erstelltes Angebot.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Wie funktioniert die Notstromversorgung und wozu dient sie?

Liefert das öffentliche Netz keinen Strom mehr, übernimmt eine Notstromanlage die Versorgung. Sie lässt sich automatisch oder manuell in betrieb nehmen und stellt sicher, dass bestimmte Geräte unter allen Umständen nutzbar sind. Beispiele dafür sind medizinische Einrichtungen oder etwa die Heizung.

Wann benötigt man eine unterbrechungsfreie Stromversorgung?

Kommen Geräte oder Anlagen schon bei kurzen Stromausfällen zu schaden, ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung erforderlich. Die Anlagen gehen automatisch in Betrieb und liefern USV-Notstrom wenige Millisekunden nach einem Stromausfall. Nötig ist das beispielsweise bei Servern oder Rechenzentren, in denen schon kurze Ausfälle Datenverluste zur Folge haben können.

Was ist der Unterschied zwischen Not- und Ersatzstrom?

Notstrom steht in der Regel innerhalb weniger Sekunden oder Millisekunden (USV mit Notstrombatterieanlage) zur Verfügung. Bei Ersatzstrom kann es etwas länger dauern, bis Anlagen vollständig in Betrieb sind. Die Lösung ist günstiger und immer dann zu empfehlen, wenn es bei der Notstromversorgung nicht auf Sekunden oder Minuten ankommt.

Welche Leistung muss die Notstromversorgung haben?

Die Leistung muss ausreichen, um alle im Notbetrieb erforderlichen Geräte mit Strom versorgen zu können. In Einfamilienhäusern ist das beispielsweise die Heizung, der Kühlschrank und eine Kochstelle. Bei der Bemessung der Leistung sind allerdings die Einschaltströme zu berücksichtigen. Diese werden benötigt, um die Geräte in Gang zu setzen und sind meist um den Faktor 2 oder 3 höher als die Nennleistung.

Autor: Marc Bode

Marc Bode

Marc ist Geschäftsführer bei Deutsche Thermo. Er arbeitet seit 2009 in der Energiebranche und hat seine Ausbildung bei einem Anbieter für Flüssiggas gemacht. Seitdem war der Experte für Wärme- und Kältetechniken in vielen verschiedenen Funktionen tätig und hat 2020 Deutsche Thermo gestartet.