Mobile Heizzentrale kaufen: Arten und Kosten

Benötigen Unternehmen vorübergehend mehr Heizleistung, etwa um neue Gebäudebereiche oder Prozesse mit Wärme zu versorgen, können sie eine mobile Heizzentrale kaufen. Dabei handelt es sich um kompakte und vollausgestattete Lösungen, die sich nahezu überall schnell und flexibel installieren lassen. Mobile Heizzentralen in Anhängern oder Heizcontainern erhitzen Heizungswasser auf Wunsch mit mehreren Megawatt Leistung und lassen sich an bestehende Anlagen anschließen. Sie sind damit perfekt geeignet, wenn der Platz im Gebäude knapp ist oder nur wenig Zeit für einen Heizungstausch zur Verfügung steht.


Die Themen im Überblick

Flexible Wärmelösungen für nahezu jeden Einsatzbereich

Ob im Wohn-, im Zweckbau oder bei der Versorgung von Wärmenetzen: Indem Anlagenbetreiber eine mobile Heizzentrale kaufen, profitieren sie von viel Flexibilität. Denn die individuell konfigurierbaren Systeme, die sich zum Beispiel in Anhängern oder Frachtcontainern unterbringen lassen, sind vielfältig einsetzbar. Ein typisches Beispiel: Die Wärmeversorgung großer Baustellen. Aber auch bei der Erweiterung von Gewerbeanlagen oder bei dem Betrieb von Wärmenetzen spielen mobile Heizzentralen zum Kaufen ihre Vorteile aus.

Mobile Heizzentrale zur Wärmeversorgung von Baustellen

Um die Bauzeit großer Bauvorhaben zu verkürzen, müssen viele Arbeiten das ganze Jahr über stattfinden. Vor allem im Winter kommt es dabei auf eine effiziente und energiesparende Bauheizung an. Andernfalls ließen sich viele Arbeiten nicht umsetzen oder Schäden durch Frost wären die Folge. Vor allem große Bauunternehmen können hier eine mobile Heizzentrale kaufen. Die Anlagen lassen sich flexibel auf dem Bauplatz aufstellen und mit dem bereits installierten System zur Wärmeverteilung verbinden. Ist Letzteres noch nicht fertiggestellt, schicken die Wärmelösungen Heizungswasser zu Umluftheizgeräten, die sich überall im Gebäude aufstellen lassen. Der besondere Vorteil: Die kompakten Heizgebläse erzeugen selbst keine Abgase. Außerdem arbeiten sie sehr sparsam, da sie lediglich Raumluft auf höhere Temperaturen bringen. Anders als Außenluft, deren Erwärmung im Winter kontinuierlich eine hohe Leistung benötigt, steigen die Raumtemperaturen mit Umluftheizern sukzessive an, sodass mobile Heizzentralen weniger Energie verbrauchen. Auf die Dauer ergeben sich daraus hohe Einsparungen und die Baukosten sinken. Ist eine Baustelle abgeschlossen und die eigentliche Heizung in Betrieb, können Betreiber die mobile Wärmelösung verkaufen oder beim nächsten Projekt einsetzen.


Heizungstausch oder Erweiterung von Gebäudekomplexen

Durch das Wachstum von Gewerbe- und Industriebetrieben steigt auch der Wärmebedarf – entweder durch den Zubau von Gebäudebereichen oder durch die Erweiterung der Produktion. Wurden die bestehenden Heizzentralen für den ursprünglichen Einsatz geplant, sind Erweiterungen aus Platzgründen nicht immer möglich. Indem Betreiber eine mobile Heizzentrale kaufen, sorgen sie für Abhilfe. Denn die vorgefertigten und vollausgestatteten Heizsysteme lassen sich problemlos im Außenbereich aufstellen und an die bestehende Anlage anbinden. Günstig ist außerdem die Tatsache, dass die mobilen Wärmelösungen meist schnell verfügbar und in Betrieb zu nehmen sind. Sie lassen sich außerdem in das bestehende Regelungskonzept integrieren, sodass alte und neue Heizanlagen auf Wunsch perfekt zusammen arbeiten.

Mobile Heizzentrale kaufen

Aufbau von Wärmenetzen mit mobilen Heizungslösungen

Aktuelle Studien belegen, dass Nah- sowie Fernwärmenetze im Neubau immer interessanter werden. Der Grund dafür: Die gemeinsame Wärmeerzeugung ist effizient. Sie spart Platz und bietet die Möglichkeit, auch Abwärme von Gewerbe- und Industrieanlagen für die Beheizung von Gebäudegruppen, Quartieren oder Siedlungen zu nutzen. Der Aufbau eines solchen Wärmenetzes lässt sich dabei mit einer mobilen Heizzentrale zum Kaufen realisieren. Denn dabei befindet sich die gesamte Technik in stabilen Containern. Diese lassen sich frei aufstellen und zusätzliche Bauwerke sind nicht mehr nötig. Steigt der Wärmebedarf im Nah- oder Fernwärmenetz, können Betreiber zusätzliche Module zukaufen, um die Leistung bedarfsgerecht zu skalieren. Mit mobilen Heizzentralen zum Kaufen lassen sich Nah- und Fernwärmenetze Schritt für Schritt aufbauen. Das senkt die anfänglichen Investitionskosten und steigert die Planungssicherheit für die Betreiber.

Redundante Systeme für Wohngebäude, Kliniken und Heime

Aber auch Betreiber von großen Wohngebäuden sowie Zweckbauten wie Kliniken oder Heimen können eine mobile Heizzentrale kaufen. Zum Einsatz kommt die Technik dabei als Ersatz- oder Sicherheitslösung. Im ersten Fall dient die mobile Wärmelösung der primären Wärmeerzeugung – entweder vorübergehend oder auf Dauer, wenn der Platz im Gebäude zu knapp ist oder die Wärmeversorgung mehrere Gebäude zusammengelegt werden soll. Bei Sicherheitslösungen handelt es sich um redundante Heizsysteme, die nur im Notfall anspringen. Sie sorgen dafür, dass Wärme unter allen Umständen verfügbar ist, um das Wohl der zu versorgenden Menschen nicht zu gefährden.

Mobile Heizzentrale kaufen: Für wen lohnt es sich?

Die verschiedensten Einsatzbereiche zeigen, dass sich die Anschaffung einer mobilen Heizzentrale für viele Nutzer lohnt. Darunter:

  • Bauunternehmen für Großbaustellen und in Containerbüros
  • Betreiber von Gewerbe- und Industriebetrieben
  • Stadtwerke und andere regionale Energieversorger
  • Unternehmen, die Nah- oder Fernwärmenetze aufbauen
  • Betreiber von Gebäudekomplexen und Quartieren


Ausführungen, Brennstoffe und Leistungsbereiche

Mobile Heizzentralen sind in verschiedenen Leistungsbereichen und Ausführungen erhältlich. So gibt es mobile Elektroheizungen, fahrbare Anhänger oder vollausgestattete Frachtcontainer. Die folgenden Abschnitte zeigen, was die Systeme auszeichnet und wann sie infrage kommen.

Mobile Elektroheizungen für Ein- und Zweifamilienhäuser

Elektroheizmobile sind kompakte Geräte mit einer Leistung von 3 bis etwa 40 kW. Die Anlagen stehen auf Sack- oder Stechkarren und lassen sich von nur einer Person transportieren. Der Anschluss an das Heizsystem in Ein- und Mehrfamilienhäusern erfolgt über flexible Schläuche, die Heizwasser aus der mobilen Elektroheizung in das lokale Heizsystem leiten. Geeignet sind die Lösungen für Handwerksbetriebe, die damit Baustellen trockenheizen oder Estrichböden aufheizen – insbesondere dann, wenn es sich bei der eigentlichen Heizung um eine Wärmepumpe handelt. Denn deren Leistung reicht nicht immer aus, um die vorübergehend benötigte Wärme aufzubringen.

Anhängerheizungen mit mehreren 100 kW Leistung

Wer eine transportable und zugleich leistungsstarke mobile Heizzentrale kaufen möchte, kann sich für eine Anhängerheizung entscheiden. Dabei handelt es sich um PKW-Anhänger in verschiedenen Größenordnungen. Diese sind mit einem stabilen, abschließbaren Aufbau versehen und lassen sich in aller Regel von nur einer Person transportieren. Im Inneren der Aufbauten befinden sich voll ausgestattete Heizungsanlagen, die sich über flexible Schläuche an das Wärmenetz oder mehrere Umluftheizer im Gebäude anschließen lassen. Mit einer Leistung von etwa 50 bis zu 600 Kilowatt versorgen die mobilen Anlagen selbst größere Gebäude mit ausreichend Wärme. Zum Einsatz kommen sie vor allem dann, wenn sich der Aufstellort regelmäßig ändert.

Leistungsstarke mobile Containerheizung kaufen

Auch bei der Containerheizung handelt es sich um eine mobile Heizzentrale. Die Anlagen sind transportabel, flexibel aufstellbar und besonders leistungsstark. Während kleinere Containerheizungen über eine Heizleistung von etwa 100 bis 150 kW verfügen, gibt es große Modelle mit einer Leistung von mehr als 2 MW. Reicht das nicht aus, lassen sich mehrere Container zu einer Kaskade zusammenschließen, um noch höhere Leistungswerte zu erzielen. Da das auch nachträglich funktioniert, eignen sich die mobilen Heizzentralen auch für die schrittweise Skalierung. Zum Einsatz kommen sie daher vor allem in Gewerbe- und Industriebetrieben, Quartieren, Nah- und Fernwärmenetzen.

Heizöl, Flüssiggas oder Pellets für die mobile Wärme

Auch in puncto Brennstoff bieten die Wärmelösungen eine besonders hohe Flexibilität. Standardmäßig können Betreiber dabei mobile Heizzentralen für Heizöl kaufen. Diese enthalten häufig einen integrierten Öltank und arbeiten damit unabhängig sowie platzsparend. Eine sauberere Alternative ist die Versorgung mit Flüssiggas, das es wahlweise fossil oder regenerativ gibt. Der Brennstoff lagert unter anderem in Gasfässern und lässt sich nahezu überall einsetzen. Denn anders als Heizöl hat Flüssiggas keine gewässerschädigende Wirkung. Suchen Betreiber nach einer regenerativen Alternative, können Sie eine mobile Pellet-Heizzentrale kaufen. Diese verbrennt zu Stäbchen gepresste Holzreste, die entweder direkt im Container oder aber in einem separat erhältlichen Tank lagern. Der Vorteil hier: Pellets sind vergleichsweise günstig und sorgen so für geringe Betriebskosten. Durch die aufwendigere Technik sind die Anfangsinvestitionen dafür höher.

Schritt für Schritt vom Angebot zur mobilen Wärmelösung

Wer eine mobile Heizzentrale kaufen möchte, wendet sich zunächst an einen Anbieter oder Hersteller. Die Experten nehmen daraufhin die Rahmenparameter auf und konzipieren die Technik. Anschließend erstellen sie ein individuelles Angebot. Nehmen Käufer dieses an, planen Experten die mobile Heizzentrale detailliert. Sie kümmern sich um die fristgerechte Fertigung und liefern die Technik zum gewünschten Einsatzort. Hier schließen Fachhandwerker die Heizsysteme an, bevor sie diese in Betrieb nehmen. Die folgende Übersicht zeigt, wie Anlagenbetreiber Schritt für Schritt eine mobile Heizzentrale kaufen:

  1. Grunddaten zum Projekt zusammenstellen (grobe Beschreibung, wenn möglich mit Leistungsbedarf)
  2. Verschiedene Anbieter vergleichen (Angebote einholen und in Bezug auf Service, Leistungsumfang und Preis vergleichen)
  3. Anbieter beauftragen und Detailplanung (individuelle Planung der mobilen Heizzentrale auf Basis von Kundenbedürfnissen und -wünschen)
  4. Lieferung und Inbetriebnahme (Auslieferung, Übergabe, Installation und Inbetriebnahme der Heiztechnik)
  5. Optional: Service-Vertrag für Wartung (Anbieter kümmern sich um die Wartung der mobilen Wärmelösungen

Wichtig ist es vor allem, verschiedene Anbieter der Heizlösungen zu vergleichen. Denn nur so finden sich jene, die tatsächlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.


Mobile Heizzentrale kaufen oder mieten?

Anhänger- und Containerheizungen gibt es zum Kaufen und zum Mieten. Welche Lösung infrage kommt, hängt dabei immer von den individuellen Konditionen im Laufe der Nutzungszeit ab. Wer einen langfristigen Einsatz plant, fährt mit Kauflösungen häufig günstiger, muss dafür zu Beginn allerdings mehr ausgeben. Benötigen Nutzer die mobile Wärme nur vorübergehend, etwa für wenige Wochen oder Monate, könnte mobile Heizzentrale mieten günstiger sein. Denn dann zahlen Betreiber nur so lange, wie sie die Heizungsanlage auch benötigen. Hohe Anfangsinvestitionen fallen dabei häufig weg.

Mit dem Mietkauf gibt es aber auch eine Alternative. Denn bei dieser Variante mieten Betreiber die Technik, bevor sie diese in ihr Eigentum überführen. Sie verteilen die Kosten über einen längeren Zeitraum, bekommen ein erprobtes Gerät und schließen Fehlkäufe aus. Auch bei begrenzter Liquidität vor steigenden Produktionsvolumen ist das eine sinnvolle Lösung.

Preise und Angebote für die Heizlösungen

Wie viel eine mobile Heizzentrale kosten kann, hängt von der Ausführung, dem Leistungsbereich, den gewünschten Brennstoffen sowie den individuellen Spezifikationen ab. Elektrische Warmwasserheizgeräte gibt es dabei bereits für 2.500 bis 5.000 Euro netto. Anhängerheizungen und Heizmobile kosten hingegen 25.000 bis 45.000 Euro. Entscheidend ist dabei vor allem die Heizleistung der Geräte. Das Gleiche gilt für mobile Heizcontainer zum Kaufen. Diese Kosten abhängig von ihrer Größe zwischen 30.000 und 150.000 Euro, wobei zusätzliche Ausgaben durch Systeme zur Brennstofflagerung anfallen können.

Während sich die Angaben als Richtwerte verstehen, geben nur individuell erstellte Angebote Aufschluss über die tatsächlich zu erwartenden Preise.


Author: Medon Tesfazion

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