Gelbe Winterbaubeheizung mit Heizöl zur Baubeheizung und Luftschlauch

Bauheizung mieten: Arten, Ablauf & Kosten

Ob eine Winterbaubeheizung oder dann, wenn es um das Aufheizen einer Fußbodenheizung geht: Ist die eigentliche Heizung noch nicht in Betrieb, können Unternehmen eine mobile Bauheizung als Baustellenheizung mieten. Die Geräte sind in unterschiedlichsten Arten erhältlich und immer passend zum Einsatzbereich auszuwählen. Wann Firmen ein Bauheizung mieten können, wie das funktioniert und was die mobilen Baustellenheizungen zur Winterbaubeheizung kosten, erklären wir in den folgenden Abschnitten.


Die Themen im Überblick

Eine Bauheizung mieten: Gründe und Einsatzbereiche

Geht es um den Bau oder die Sanierung von Gebäuden, steht Fachhandwerkern die eigentliche Heizungsanlage oft noch nicht zur Verfügung. Für Abhilfe sorgen sie dann, indem sie eine Bauheizung mieten. Die mobile Heizung zum mieten lässt sich in kürzester Zeit an jedem Ort aufstellen. Sie bringen Wärme punktgenau zum gewünschten Einsatzort und ermöglichen mit der Winterbaubeheizung den ganzjährigen Betrieb von Baustellen.

Winterbaubeheizung für Baustellen

Zur Winterbaubeheizung können Fachbetriebe eine Baustellenheizung mieten. Die Geräte beugen Baupausen vor und ermöglichen einen raschen Fortschritt trotz widriger Bedingungen.

Die folgende Liste zeigt typische Einsatzbereiche mobiler Bauheizungen zum Mieten im Überblick:

  • Winterbaubeheizung von Winterbaustellen
  • Bautrocknung nach Wasserschäden
  • Trockenheizung in der Bauphase
  • Aufheizen von Flächenheizsystemen
  • Ersatz bei Arbeiten an der Heizung

Verschiedene Arten der Baustellenheizung im Überblick

Wer eine Bauheizung mieten möchte, hat heute verschiedenste Arten zur Auswahl. Welches Gerät dabei zum Einsatz kommt, hängt unter anderem von der gewünschten Leistung und vom Zustand der Heizung im Haus ab.

Elektrolufterhitzer für Bereiche mit geringem Wärmebedarf

Geht es um die Beheizung einzelner Räume oder kleiner Häuser, kommen häufig Elektroheizgebläse als Bauheizung zum Mieten infrage. Die Geräte bestehen aus einem Ventilator, der Raumluft über ein Heizregister bläst. Wie bei einem Heizlüfter erwärmt dieses die Luft mithilfe von Strom. Die Geräte mit einer Leistung von bis zu 50 kW sind einfach im gewünschten Raum aufzustellen. Sie erzeugen keine Abgase, verursachen aber hohe Betriebskosten.

Heizkanone für Heizöl oder Flüssiggas als Bauheizung mieten

Besonders flexibel sind auch sogenannte Heizkanonen. Diese verbrennen Heizöl, Diesel oder Flüssiggas, um die Luft im Raum im Umluftprinzip zu erwärmen. Während kleinere Baustellenheizung zum Mieten die Abgase dabei direkt in den gut belüfteten Aufstellraum abgeben können, benötigen leistungsstärkere Geräte einen Abluftanschluss nach draußen. Die mobilen Heizgeräte sind dabei mit einem integrierten Heizöltank ausgestattet oder an eine Flüssiggasflasche oder einen Flüssiggastank anzuschließen. Die Leistung reicht in der Regel von wenigen Kilowatt bis zu etwa 50 kW.

Warmlufterzeuger für Baustellen mit größerem Wärmebedarf

Ist der Wärmebedarf höher, können Unternehmen mobile Warmlufterzeuger zur Baubeheizung mieten. Die Geräte ähneln den Heizkanonen, sind jedoch deutlich leistungsstärker. So gibt es Warmlufterzeuger mit bis zu etwa 150 kW, die sich einfach außen aufstellen lassen. Sie arbeiten dann mit Heizöl aus einem integrierten Tank oder Flüssiggas, das in Gasflaschen, einem mobilen Gasfass oder einen Flüssiggastank lagert. Warme Luft bringen die Baustellenheizungen zum Mieten über ein Schlauchsystem punktgenau in das zu beheizende Gebäude ein. Damit das auch über weitere Entfernungen funktioniert, sind die Geräte in der Regel mit Hochleistungsgebläsen ausgestattet.

Flexible Lufterhitzer für den Anschluss an mobile Heizzentralen

Besonders hohe Bedarfswerte lassen sich mit mobilen Lufterhitzern decken. Wer eine solche Baustellenheizung mietet, bekommt ein Lüftungsgerät mit wasserführendem Heizregister, das bis zu 300 kW leistet. Da die Geräte selbst ohne Verbrennung arbeiten, lassen sie sich sowohl außen als auch innen aufstellen. Genau wie bei Warmlufterzeugern erfolgt die Luftverteilung dabei über flexible Schläuche.

Die Lufterhitzer benötigen eine mobile Heizzentrale, die heißes Heizungswasser über das Heizregister schickt. Der große Vorteil: Arbeiten die Baustellenheizungen im Umluftprinzip, greifen sie immer auf die bereits vorgewärmte Raumluft zurück. Das mindert den Leistungsbedarf und geht mit spürbaren Kosteneinsparungen einher.

Bautrocknung mit Bauheizung

Einer der weiteren Einsatzbereiche ist die Bautrocknung nach einem Wasserschaden. Denn hier sind die passgenau ausgelegten konventionellen Heizsysteme meist überfordert. Sinnvoll ist der Einsatz mobiler Heizungen aber auch zum Trockenheizen von Baustellen. Das funktioniert deutlich schneller als mit geöffneten Fenstern und stellt sicher, dass die Gebäude schnell nutzbar sind. Baubetriebe halten knappe Termine ein und Feuchteschäden, die durch Wasser aus der Bauzeit entstehen, bleiben aus.

Heizmobile und Containerheizung als Bauheizung mieten

Sind die Systeme zur Wärmeverteilung und Wärmeübertragung bereits installiert? Dann können Baubetriebe auch Heizmobile oder Heizcontainer als Baustellenheizung mieten. Dabei handelt es sich um Zentralheizkessel samt Zubehör, die auf Paletten, Anhängern oder in Frachtcontainern untergebracht sind. Die Geräte nutzen Wasser als Wärmeträgermedium und lassen sich über flexible Schläuche mit dem Rohrsystem im Haus verbinden. Die Aufstellung erfolgt dabei im Außenbereich und ist vor allem bei Heizmobilen sehr einfach möglich. Geht es um die Art der Brennstoffe, sind heute Systeme für Strom, Heizöl (integrierter oder separater Tank), Flüssiggas oder Pellets erhältlich. Die Leistung reicht dabei von etwa 20 bis über 2.000 kW.

Vorteile der mobilen Heizzentrale

Im Gegensatz zu Heißluftkanonen, Warmlufterzeugern oder Lufterhitzern bieten mobile Heizzentralen einige besondere Vorteile:

  • sie arbeiten kostengünstig und umweltschonend mit Wasser als Wärmeträgermedium
  • sie eignen sich zum Estrich aufheizen und sind oft mit speziellen Regelprogrammen ausgestattet

Wichtig zu wissen: Um diese Bauheizung mieten zu können, muss ein Wärmeverteil- und Wärmeübergabesystem (Heizflächen) vorhanden und nutzbar sind. Alternativ lassen sich die Heizzentralen auch mit Lufterhitzern kombinieren.


Baustellenheizung mieten oder kaufen: Was lohnt sich mehr?

Ob Unternehmen eine Bauheizung mieten oder kaufen sollten, hängt von der individuellen Nutzung der Geräte ab. Wer viel auf unterschiedlich großen Baustellen arbeitet, in unterschiedlichen Regionen oder die Geräte nur selten benötigt, fährt mit Mietlösungen in der Regel besser. Denn diese sind schnell in der passenden Ausführung erhältlich. Unterschiedlich große Baukörper, andere Raumgrößen, unterschiedliche Leitungsführungen sowie andere Aufstellbedingungen führen auch immer zu einem anderen Bedarf an Heizungen zur Bauheizung.

Wartung & Service inklusive

Mieter müssen sich darüber hinaus nicht um die Wartung kümmern. Sie bekommen immer moderne, funktionstüchtige Geräte von Markenherstellern und profitieren obendrein von einem Rundum-Sorglos-Paket. Denn viele Vermieter stehen ihren Kunden mit Service-Hotlines 24 Stunden am Tag bei Problemen zur Seite.

Zudem wird häufig auch die Treibstoffversorgung mit organisiert, so dass sich die Angestellten auf der Baustelle nicht um Füllstände, Bestellung, Belieferung mit Flüssiggas oder Heizöl kümmern müssen

Baustellenheizung kaufen als Alternative

Benötigen Firmen ein und dieselbe Baustellenheizung lange, können sie die Systeme auch kaufen. Hier sind die Anschaffungskosten auf Dauer günstiger als die Mietpreise. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass sich Eigentümer selbst um Wartung und Instandhaltung kümmern müssen. Die meisten größeren Firmen fokussieren sich deshalb auf ihr eigenes Gewerk und mieten die Bauheizung.

Eine Bauheizung mieten: Der Ablauf Schritt für Schritt

Wer eine Bauheizung mieten möchte, muss zunächst die wichtigsten Anlagendaten zusammenstellen. Mit diesen wenden sich Interessenten an Vermieter, die bei der Auswahl passender Geräte helfen. Sie erstellen ein individuelles Angebot und liefern die mobile Baustellenheizung auf Wunsch zur Baustelle. Hier angekommen kümmern sich die Experten abhängig vom Auftragsumfang um Anschluss, Betrieb und Wartung. Nach der Mietzeit holen sie die Geräte dann wieder ab – sodass sich Mieter selbst um nichts kümmern müssen. Die folgende Übersicht zeigt den Ablauf Schritt für Schritt im Überblick.

  1. Informationen zusammenstellen: Im ersten Schritt stellen Interessenten die wichtigsten Informationen zum Projekt zusammen. Die folgenden Fragen helfen dabei: Wie groß ist die Baustelle? Welche Temperaturen sind gewünscht? Wie viel Wärme ist erforderlich? Gibt es bereits ein zentrales Heizungssystem (ohne Wärmeerzeuger)? Sollen Lufterhitzer außen oder innen stehen? Wie lange muss ich die Bauheizung mieten?
  2. Auslegung und Angebot durch Vermieter: Stehen die Grunddaten fest, wenden sich interessierte an einen Vermieter. Die Experten helfen bei der Auswahl passender Baustellenheizungen und unterbreiten potenziellen Kunden ein individuelles Angebot. Bei der Auslegung wird darauf geachtet, das nicht manche Ecken des Gebäudes heiß und andere Eiskalt sind.
  3. Beauftragung, Lieferung und Anschluss: Passt das Angebot zu den eigenen Vorstellungen beauftragen Mieter den Vermieter. Die Anbieter liefern die mobile Baustellenheizung schnellstmöglich (oder zum gewünschten Termin) zu ihrem Einsatzort und schließen sie dort an. Auf Wunsch kümmern sie sich außerdem um die Brennstoffversorgung, den Betrieb und die regelmäßige Wartung.
  4. Demontage und Abtransport der Mietheizung: Müssen Unternehmen die Bauheizung nicht mehr mieten, holen Anbieter ihre Anlagen wieder ab. Sie erledigen die fachgerechten Demontagearbeiten und kümmern sich um den Abtransport der Technik.

Übrigens: Das Leistungs- und Service-Angebot kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Um Probleme zu vermeiden, sollten Vermieter aber eine Service-Hotline haben, um eventuelle technische Störungen schnell wieder in den Griff zu bekommen.

Die Kosten für eine moderne Bauheizung zum Mieten

Eine Winterbaubeheizung mieten – wie viel kann das kosten? Eine Antwort auf diese Frage hängt vor allem von den gewählten Geräten, deren Leistung und der Mietzeit ab. Wer für längere Zeit eine Bauheizung mietet, profitiert dabei grundsätzlich von besseren Konditionen. Die folgende Tabelle gibt einen ersten Überblick über verschiedene Geräte und ihre Preise.

Bauheizung mieten: ArtKurzzeitmiete pro WocheVerlängerung pro TagLangzeitmiete pro MonatVerlängerung pro Tag
Elektrolufterhitzer
(20 k)
150 bis 300 Euro pro Woche5 bis 20 Euro pro Tagauf Anfrageauf Anfrage
Heizkanone
(30 kW)
200 bis 350 €20 bis 60 €auf Anfrageauf Anfrage
Warmlufterzeuger
(100 kW)
1.200 bis 1.400 €60 bis 80 €2.250 bis 2.450 €50 bis 70 €
Lufterhitzer
(300 kW)
700 bis 900 €40 bis 60 €1.200 bis 1.500 €20 bis 40 €
Heizmobil
(20 kW)
600 bis 800 €30 bis 60 €auf Anfrageauf Anfrage
Heizmobile
(100 kW)
1.200 bis 1.400 €70 bis 90 €2.300 bis 2.500 €40 bis 70 €
Heizcontainer
(300 kW)
1.600 bis 1.800 €80 bis 100 €2.800 bis 3.000 €50 bis 80 €
Heizcontainer
(1.000 kW)
3.400 bis 3.600 €200 bis 220 €5.700 bis 5.900 €130 bis 200 €

Wichtig zu wissen ist, dass die realen Kosten der Bauheizung zum Mieten von den Angaben in der Tabelle abweichen können. So kommen unter Umständen Ausgaben für Zubehör, Brennstofftanks oder bestimmte Service-Leistungen hinzu. Sicherheit verschafft daher nur das individuelle Angebot eines Anbieters.