Bautrocknung: Was sind die besten Bautrocknungsgeräte?

Bautrocknungsgeräte beseitigen eines der größten Probleme am Bau: Feuchtigkeit. Gelangt sie während der Bauarbeiten oder lange nach deren Fertigstellung ins Gebäude, drohen Schimmelschäden und hohe Kosten. Die technische Bautrocknung ist eine Möglichkeit, Gebäude nach der Bauzeit oder nach einem Wasserschaden schnell wieder nutzbar zu machen. Die Geräte arbeiten zuverlässig und helfen, in kurzer Zeit viel Flüssigkeit aus dem Gebäude zu bekommen. Für den Anwender stellt sich die Frage: Welchen Bautrockner brauche ich und was lohnt sich eher: die Bautrockner Miete oder der Bautrockner Kauf?

Gemieteter Bautrockner steht im Raum eines Rohbaus mit Schlauch in Wassereimer

Deutsche Thermo erklärt, was die besten Bautrocknungsgeräte für jeden Anwendungsfall sind, wann sich die Bautrockner Miete lohnt und wann der Kauf. Erfahren Sie, wie die Bautrocknung funktioniert und was dabei zu beachten ist.

Die Themen im Überblick

Feuchtigkeit im Haus: Häufige Ursachen und Folgen

Befindet sich viel Wasser im Haus, steigt dieses in Wänden und anderen Bauteilen auf. Es dünstet mit der Zeit aus und sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Da die Raumluft immer nur eine begrenzte Menge Wasserdampf mitführen kann, kommt es früher oder später zur Kondensation. Wie an einer Flasche aus dem Kühlschrank setzen sich feine Wassertröpfchen dabei an kalten Oberflächen ab. Diese finden sich üblicherweise an Fenstern, Wänden oder sogenannten Wärmebrücken.

Bei Letzteren handelt es sich um thermisch geschwächte Bauteile, durch die besonders viel Wärme nach außen gelangt. Die Oberflächen in diesen Bereichen sind deutlich kühler und Wasser kondensiert schneller. Bleibt dieser Zustand für lange Zeit unbemerkt, setzen sich Schimmelsporen ab und die meist giftigen Pilze breiten sich aus.

Schwarzer Schimmel in der oberen Ecke eines Raumes

Weitere Folgen einer zu hohen Feuchtigkeit sind:

  • Verfärbungen an Wänden und Böden
  • abblätternde Farben und Putze
  • Salzausblühungen und Hausschwamm
  • steigende Wärmeverluste und Heizkosten
  • morsches Holz und rostende Metallteile
  • ernsthafte Beschädigung der Bausubstanz
  • teils stark sinkender Wert der Immobilie
  • geringere Wohnqualität durch Feuchte
  • gesundheitliche Folgen durch Schimmel

Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Folgen zu hoher Feuchte erst dann auftreten, wenn das Wasser längere Zeit im Haus ist. Wer feuchte Stellen erkennt, sollte daher schnell die Ursachen ergründen lassen. Anschließend hilft eine Bautrocknung, die Probleme in den Griff zu bekommen.

Ursachen für Feuchteprobleme im eigenen Haus

Wasser kommt auf unterschiedlichste Weise in die eigenen vier Wände. Eine immer häufigere Ursache liegt in zu kurzen Bauzeiten. Vor allem Putze, Estrich und Beton bestehen beim Einbringen zu großen Teilen aus Wasser. Bis dieses ausgetrocknet und aus dem Haus verschwunden ist, dauert es teilweise bis zu einem Jahr. Ohne eine Bautrocknung oder ein ausreichendes Lüftungsverhalten bleibt die Feuchte im Gebäude und verursacht oben genannte Probleme.

Nach dem Bau sind Wasserschäden durch geplatzte Rohre oder Leitungen häufig Ursache für Wasser im Haus. Feuchtigkeit gelangt darüber hinaus aber auch durch verstopfte Regenfallrohre oder das Erdreich ins Innere. Letzteres ist häufig in alten, feuchten Kellern der Fall. Handelt es sich um ein modernes und besonders luftdichtes Gebäude, treten Feuchteschäden ebenso durch ungenügendes Lüften auf. Dabei konzentriert sich Wasserdampf in der Luft so lange auf, bis er an kalten Oberflächen kondensiert.

Stehendes Wasser unter einem Heizkoerper nach Wasserschaden

Die folgende Liste zeigt typische Ursachen für Wasserschäden im Überblick:

  • Überschwemmung oder steigender Grundwasserspiegel
  • falsches Lüftungsverhalten und geringe Raumtemperaturen
  • lange offen stehende Mauerkrone/offene Mauerköpfe
  • fehlende oder verstopfte Rohre für die Entwässerung
  • Trockenphasen von Putz, Estrich, Mörtel und Beton
  • Verwendung feuchter oder wasserspeichernder Materialien
  • Wärmebrücken und ungenügende Heizung an Winterbaustellen

Vor der Bautrocknung einen Experten zurate ziehen

Mit einem Bautrocknungsgerät bekommen Betroffene das Wasser aus dem Haus. Ohne die Ursache zu beheben, treten die Probleme allerdings immer wieder auf. Aus diesem Grund ist es ratsam, zunächst einen Experten zu konsultieren. Dieser nimmt das Gebäude genau unter die Lupe. Er identifiziert den Grund der Feuchteprobleme und schlägt individuelle Lösungen vor. Geht es um die Gebäudetrocknung nach Wasserschaden oder Estrichtrocknung nach einem Wasserschaden, ist es außerdem wichtig, die Schwere des Schadens zu bestimmen, bevor Fachhandwerker damit anfangen, diesen zu beheben.

Grundprinzip: Wie funktioniert die Bautrocknung

Um Wasser aus dem Gebäude zu bekommen, setzen Fachleute in der Regel Kondensationstrockner oder Bautrockner ein. Diese bestehen im Kern aus einem Ventilator, der Luft aus dem Raum über Kühlrippen leitet. Ein Klimakompressor, der wie ein Kühlschrank funktioniert, kühlt dabei die Oberflächen des Wärmeübertragers. Und zwar so weit, dass diese unter dem Taupunkt der Raumluft liegen. Strömt Letztere nun durch die Kühlrippen, sinkt ihre Temperatur.

Gelber Bautrockner in Betrieb im Rohbau auf einer Baustelle

Die Luft kann weniger Wasserdampf mitführen und feine Wassertröpfchen kondensieren. Während das Wasser in einem Tank zusammenläuft, nimmt die Luft Abwärme des Kühlprozesses auf. Sie erwärmt sich und strömt zurück in den Raum. Hier kann die Raumluft wieder viel Feuchtigkeit aufnehmen, die sie wiederum zum Bautrocknungsgerät transportiert.

Raumtemperaturen steigen und Wasser ist abzuführen

Durch die Abwärme des Kühlprozesses steigt die Raumtemperatur sukzessive an. Ein positiver Nebeneffekt des ganzen ist, dass die Luftmassen so mehr Feuchtigkeit aufnehmen können. Da sich das kondensierte Wasser im Gerät sammelt, ist der Auffangbehälter in regelmäßigen Abständen zu leeren.

Alternative: Baustelle trocknen über die Fenster

Bei geringen Feuchtelasten lassen sich Baustellen auch über die Fenster trocknen. Dabei nimmt hindurchströmende Außenluft das Wasser auf, bevor sie es aus dem Haus transportiert. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass diese natürliche Bautrocknung deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Kurze Bauzeiten lassen sich auf diese Weise kaum erreichen. Außerdem ist die Entfeuchtungsleistung hier abhängig vom Luftvolumenstrom, der Temperatur und dem relativen Feuchtegehalt der Außenluft. Die Außentemperatur sollte dabei nach Möglichkeit über 12°C liegen und die Wetterlage trocken, ansonsten ist das Entfeuchten über die Fenster relativ ineffektiv. Am besten geeignet ist üblicherweise die Zeit zwischen März – August, da die Luftfeuchtigkeit in diesen Monaten geringer ist als im restlichen Jahresverlauf. Möchte man diesen Prozess beschleunigen, kann man auch sogenannte Windmaschinen mieten. Bei diesen handelt es sich um große Ventilatoren, die sehr große Luftmengen bewegen und so den Trocknungsprozess unterstützen.

Heizung in der Regel weniger effektiv als Bautrocknungsgeräte

Häufig wird die im Haus verbaute Heizung benutzt, um die Raumluft zu erwärmen und im Anschluss jeweils zu lüften. Das verursacht zum Teil hohe zusätzliche Heizkosten und ist im Gegensatz zu Bautrocknungsgeräten auch deutlich weniger effektiv. Durch die höhere nächtliche Luftfeuchtigkeit ist das effektive Entfeuchten nur am Tag möglich. Ein Bautrockner hat den Vorteil, dass er im Dauerbetrieb laufen kann und nicht auf regelmäßige Lüftung angewiesen ist.

Die besten Bautrocknungsgeräte: Welche Bautrockner gibt es?

Neben dem bereits beschriebenen und altbekannten Kondenstrockner gibt es weitere Bautrockner-Arten. Dazu gehören Adsorptionstrockner, Infrarottrockner und Mikrowellentrockner. Die folgende Tabelle erklärt, wie die Geräte funktionieren.

Arten der BautrocknungsgeräteFunktionsweiseEinsatzbereich
KondensationstrocknerDas Bautrocknungsgerät saugt Raumluft an, um diese herunter zu kühlen. Dabei kondensiert Wasser, das in einen Sammelbehälter läuft. Die Luft erwärmt sich durch die Abwärme des Kühlprozesses und strömt erneut in den Raum ein.

 

Die Geräte kommen bei den meisten Feuchte- und Wasserschäden zum Einsatz. Zur Regulierung der Luftfeuchte in Wohnräumen sind sie aufgrund der hohen Leistung und der Geräusche im Betrieb nicht geeignet. Hier kommen handelsübliche Luftentfeuchter zum Einsatz.

Bautrocknung in beheizten Bereichen
AdsorptionstrocknerAuch diese Geräte saugen Raumluft an. Sie leiten diese über ein hygroskopisches Material, das den Wasserdampf aufsaugt. Während die trockene Luft in den Raum zurückströmt, bewegt sich das hygroskopische und nun feuchte Material durch einen zweiten Luftkreislauf. Hier wird es erwärmt, sodass das aufgenommene Wasser entweicht und mit der Luft nach außen strömt. Anders als bei Kondenstrocknern ist dazu eine Öffnung ins Freie wichtig.

 

Die Entfeuchtungsleistung ist im Vergleich höher. Außerdem funktionieren die Bautrocknungsgeräte auch in unbeheizten und sehr kalten Umgebungen. Durch die hohe Leistung ist allerdings auf eine Übertrocknung zu achten. Dabei geben Materialien zu viel Feuchtigkeit ab, was zu Spannungen und Rissen führen kann.

Bautrocknung in unbeheizten Bereichen und dann, wenn sehr hohe Entfeuchtungsleistungen erforderlich sind
InfrarottrocknerInfrarot Bautrockner funktionieren mit sonnengleicher Strahlungswärme. Sie erwärmen Wände und andere Bauteile, die sie direkt bestrahlen, ohne die Luft in der Umgebung zu erhitzen. Das Wasser trocknet schnell aus den Bauteilen aus. Es geht in die Luft über, die entweder nach außen strömt (Fensterlüftung) oder in einem Kondenstrockner trocknet. Wichtig ist, dass keine Tapeten oder andere Sperrschichten vorhanden sind. Denn diese stören die Bewegung des Wassers in den Raum.

 

Infrarotbautrockner sorgen schnell für trockene Wände. Sie sind im Betrieb regelmäßig neu zu positionieren und können durch die hohe Leistung zu Rissen in frisch aufgebrachten Putzen führen.

gezielte Trocknung lokaler Wandbereiche
MikrowellentrocknerDiese Gerätesetzen feuchte Bauteile unter Spannung. Elektromagnetische Wellen lassen die Feuchtigkeit dann Verdampfen, wodurch sie in den Raum wandert und über die Fenster oder einen Kondensationstrockner entweicht.

 

Der Prozess ist sehr aufwendig und energieintensiv. Die Bautrocknung lässt sich daher nur von einem erfahrenen Fachhandwerker realisieren.

gezielte Trocknung lokaler Wandbereiche

Geht es um das Beheizen von Winterbaustellen oder das Aufheizen des Estrichs über einer Fußbodenheizung? In diesem Fall sind keine Bautrockner erforderlich. Hier helfen Bauheizer, die zum Beispiel im Umluftprinzip arbeiten. Ist das Heizsystem bis auf den Kessel betriebsbereit, lassen sich dazu auch mobile Heizzentralen einsetzen.

Feuchteprobleme in Wohnräumen lassen sich in den meisten Fällen ebenfalls ohne spezielle Bautrocknungsgeräte in den Griff bekommen. Bringt das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten nicht den gewünschten Erfolg, bietet sich die Anschaffung hochwertiger Raumluftentfeuchter an. Diese sind für den Einsatz in Wohnbereichen konzipiert. Die Geräte arbeiten leiser und verbrauchen durch die geringere Leistung auch weniger Strom.

Die passenden Bautrocknungsgeräte für Baustellen, Keller und Wasserschäden

Während Kondensationstrockner Universalgeräte sind, kommen Adsorptionstrockner in unbeheizten Bereichen und Bereichen mit besonders hoher Feuchtelast zum Einsatz. Infrarottrockner, die aufgrund ihrer hohen Wärmeleistung mit einigen Risiken (Brandgefahr, Risse im Material) verbunden sind, eignen sich zur Trocknung lokal durchfeuchteter Wände. Das Gleiche gilt für die im Betrieb teureren Mikrowellentrockner. Die folgende Tabelle zeigt verschiedene Einsatzbereiche und Bautrocknungsgeräte, die dann zum Einsatz kommen.

EinsatzbereichBautrocknungsgerät
Bautrocknung im Keller (beheizbar)Kondenstrockner, Adsorptionstrockner
Bautrocknung im Keller (kalt)Adsorptionstrockner
Trocknung einzelner Wände im KellerInfrarottrockner, Mikrowellentrockner in Verbindung mit Lüftung oder Kondens- bzw. Adsorptionstrockner
Bautrocknung nach Wasserschaden (in beheizten Bereichen)Kondenstrockner, Adsorptionstrockner
Wasserschaden-Bautrockner für kalte und unbeheizte UmgebungenAdsorptionstrockner
Trocknung von Wasserschäden an begrenzten Wandbereichen (Wandtrocknung)Infrarottrockner, Mikrowellentrockner
Estrich trocknen mit BautrocknerKondenstrockner
Verhindern von Kondensation Infrarottrockner oder Infrarotheizgerät
Bautrockner im Rohbau trocknen eine geoeffnete Wand nach Wasserschaden

Anwendung der Bautrocknungsgeräte: Was ist zu beachten?

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, kommt es bei der Bautrocknung auf die richtige Vorgehensweise an. Kondensationstrockner setzen dabei zum Beispiel eine gewisse Umgebungstemperatur voraus. Lässt sich diese nicht erreichen, ist die Entfeuchtungsleistung zu gering und der Verbrauch unnötig hoch. In solch einem Fall eignen sich zum Beispiel Adsorptionstrockner. Denn diese arbeiten auch bei sehr geringen Umgebungstemperaturen zuverlässig.

Im Falle eines Wasserschadens ist es außerdem wichtig, rechtzeitig mit der Trocknung zu beginnen. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass Feuchtigkeit tief in Böden und Wände eindringt.

Auf Baustellen, nach dem Estrich gießen oder dem Verputzen von Wänden sind bei der Bautrocknung weitere Punkte zu beachten. Besonders wichtig ist hier, dass es nicht zur Übertrocknung kommt. Denn immer dann, wenn Materialien sehr schnell viel Feuchtigkeit abgeben, können Spannungen zu Rissen und Brüchen führen. Der Fall ist das zum Beispiel bei leistungsstarken Infrarotstrahlern vor frisch verputzten Wänden.

Ab wann mit der Bautrocknung beginnen?

Der richtige Zeitpunkt hängt vom Einsatzbereich ab. Nach einem Wasserschaden können Bautrocknungsgeräte sehr schnell in Betrieb gehen, um eine weitere Durchfeuchtung der Materialien zu verhindern. Bei frischem Putz oder frischem Estrich sollten Handwerker hingegen eine gewisse Wartezeit einhalten. Ab wann mit der Bautrocknung zu beginnen ist, hängt dabei unter anderem von den verwendeten Materialien ab. Üblich sind aber zwei oder besser drei Wochen nach dem An- oder Einbringen.

Bautrocknung: Wie lange sollen Bautrocknungsgeräte laufen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn die Trocknungszeit hängt immer vom Einsatzbereich, vom Feuchtegehalt und von der Schwere des Schadens ab. Auch die Umgebungsparameter wie Feuchte und Temperatur der Luft sind dabei von größter Bedeutung. Nicht zuletzt hängt es auch von der Leistung der Bautrockner ab, wie lange die Geräte laufen müssen. Bausachverständige geben hier individuell Antworten.

Die richtige Leistung und Anzahl der Bautrocknungsgeräte

Auch Leistung und Anzahl der benötigten Trocknungsgeräte lassen sich pauschal nicht vorgeben. Genaue wie die Trocknungszeit hängt auch die Auslegung von den individuellen Parametern ab. Um diese richtig zu bewerten, empfehlen wir die Beratung durch einen Experten vor Ort. Die folgende Tabelle gibt außerdem erste Richtwerte.

EntfeuchtungsleistungLeistungRaumflächeRaumvolumen
ca. 30 Liter/Tagca. 0,3 kW60 m²150 m³
ca. 50 Liter/Tagca. 0,5 kW100 m²250 m³
ca. 70 Liter/Tagca. 1 kW160 m²400 m³
ca. 150 Liter/Tagca. 2 kW320 m²800 m³

Trockenleistung nach Raumvolumen bestimmen

Überschlägig kann man sich auch an der Luftleistung der Bautrockner orientieren, sprich der Menge an trockener Luft, die sie pro Stunde zur Verfügung stellen. Je nach Größe des Wasserschadens kann man etwa mit 0,5 – 3 x Raumvolumen in m³ rechnen. Ein Raum von 60 m² mit 2,5 m hohen Decken bräuchte bei einem größeren Wasserschaden demnach ungefähr einen Bautrockner, der eine Luftleistung von 450 m³ pro Stunde hat.

Bautrockner Luftleistung überschlägig berechnen:

Schadensfaktor (0,5 – 3) x Raumvolumen (in m³) = Luftleistung / Stunde (in m³)

3 x (60 m² x 2,5 m) = 450 m³

Bautrockner Brandgefahr: Beim Infrarottrockner auf Abstände achten

Im Gegensatz zu Kondensationstrocknern oder Adsorptionstrocknern arbeiten die Infrarottrockner mit Wärmestrahlung, die direkt auf feuchte Flächen gerichtet wird. Diese Trocknungsgeräte sollten nie zu nah an brennbaren Gegenständen aufgestellt oder zu lange auf immer weiter abtrocknende Flächen gerichtet werden. So lässt sich die Gefahr eines potentiellen Brandes sicher ausschließen.

Bautrocknungsgeräte kaufen oder mieten

Wer die Geräte privat nutzen möchte, etwa zur Bautrocknung nach einem Wasserschaden oder für eine Baustelle, fährt mit der Bautrockner Mietlösung meist am besten. Denn dabei bekommen Nutzer hochwertige, leistungsstarke und regelmäßig gewartete Geräte für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt. Die Kosten der Bautrocknung (Gerätepreise) richten sich dabei üblicherweise nach der Leistung und der Nutzungsdauer. Benötigen Anwender die Lösungen dauerhaft, lohnt sich die Kauf-Variante. Hier sind die einmaligen Kosten zwar höher als bei einem Bautrockner-Verleih, dafür fallen keine Mietzahlungen an. Infrage kommt die Lösung vor allem für Handwerksbetriebe, Hausmeisterservice oder Hausverwaltungen. Aber auch private Nutzer, die zum Beispiel den Keller regelmäßig trocknen möchten, können einen Bautrockner kaufen.

Mietgeräte zur Bautrocknung: Diese Gründe sprechen dafür

Geht es um einen Wasserschaden oder die Bautrocknung in der Bauphase eines Gebäudes, kommen technische Geräte oft nur vorübergehend zur Gebäudetrocknung nach Wasserschaden zum Einsatz. Wer die Anlagen nicht regelmäßig benötigt, spart mit einem Bautrockner zum Mieten oft viel Geld. Neben den finanziellen Vorteilen sprechen aber auch viele weitere Gründe für die Mietlösungen, wie die folgende Übersicht zeigt:

Bautrockner Miete: Die größten Vorteile in der Übersicht

Keine Anfangsinvestition:

Miettrockner sind im Verleih schnell und ohne Anfangsinvestitionen erhältlich. Vor allem nach einem Wasserschaden, wenn es schnell gehen muss, entstehen dadurch keine zusätzlichen Hürden. Anwender bekommen gepflegte und leistungsstarke Markengeräte zu einem kleinen Preis.

Niedrige laufende Kosten:

Die Preise der Bautrockner zum Mieten richten sich nach der Geräteart, der Leistung und der individuellen Nutzungszeit. Sie liegen oft bei weniger als 10 Euro am Tag und sind somit vergleichsweise günstig.

Hochwertige Markengeräte:

Verleihstationen setzen überwiegend auf leistungsstarke und hochwertige Geräte von Markenherstellern. Diese arbeiten besonders zuverlässig und bieten häufig einen höheren Komfort als günstige Einsteigermodelle.

Top-gepflegte Bautrockner:

Soll ein Trocknungsgerät lange zuverlässig arbeiten, sind Pflege und Wartung besonders wichtig. Bei Mietlösungen kümmern sich Verleiher um diesen Part. Sie vergeben ausschließlich Bautrockner, die zuverlässig und störungsfrei arbeiten.

Große Auswahl an Geräten:

Fachunternehmen benötigen immer wieder verschiedenste Bautrockner. Denn sowohl Art als auch Leistung müssen optimal zum Einsatzort passen. Verleiher bieten die benötigte Auswahl an. Unabhängig von Art und Leistung findet hier jeder das passende Gerät für den individuellen Einsatzfall.

Einfach und platzsparend:

Wer einen Bautrockner mieten möchte, muss sich selbst nicht um Wartung oder Pflege kümmern. Auch Lagerkapazitäten für viele Einzelgeräte müssen Nutzer nicht vorhalten. Das ist platzsparend und besonders einfach.

Bautrockner mieten: Der Ablauf Schritt für Schritt erklärt

Benötigen Hausbesitzer, Hausmeister, Hausverwalter oder Handwerksbetriebe ein Bautrocknungsgerät, können sie dieses einfach ausleihen. Die folgende Übersicht zeigt, wie sie Schritt für Schritt zum passenden Gerät kommen.

01

Einsatzbereich definieren:

Im ersten Schritt ist der Einsatzbereich genau zu definieren. Hier kommt es auf den Einsatzzweck (Wandtrocknung, Estrich trocknen, Baustelle trocknen oder Wasserschaden trocknen) genauso an wie auf die Größe und die Luftverhältnisse in der Umgebung.

Unser Rat:

Nach einem Wasserschaden sollte ein Bausachverständiger die Schwere des Schadens abklären. Bei anhaltenden Feuchteproblemen ist es außerdem wichtig, die Ursache zu ergründen und zu beheben. Auch das erledigt ein erfahrener Bausachverständiger.

02

Das passende Gerät finden:

Stehen die Rahmenbedingungen fest, geht es um die Geräteauswahl. Die obigen Tabellen helfen, Geräteart- und Leistung einzugrenzen. Wer unsicher ist, kann sich von einem Verleiher individuell beraten lassen. Die Experten erfragen die Rahmenbedingungen und empfehlen dann das passende Bautrocknungsgerät.

03

Angebote einholen und vergleichen:

Welches Gerät kommt wie lange und wo zum Einsatz? Diese Angaben sind erforderlich, um im nächsten Schritt verschiedene Angebote einzuholen. Ein direkter Vergleich zeigt, welches das beste ist.

Wichtig: Neben dem Preis entscheiden auch weitere Faktoren. So wird teilweise Unterschieden in der Qualität, Zubehör und Leistungsumfang

04

Bautrockner liefern lassen:

Im nächsten Schritt entscheiden sich Anwender für einen Bautrockner zum Mieten. Sie nehmen das Angebot an und lassen sich das oder die Geräte samt Zubehör liefern. Alternativ holen Nutzer die Technik in einer lokalen Verleihstation ab. Auf diese Weise können sie einen Bautrockner sehr schnell mieten.

Was kostet die Bautrocknung: Preise und laufende Kosten

Geräte zur Trocknung von 200 bis 600 Kubikmetern umbautem Raum kosten etwa 5 bis 15 Euro am Tag im Bautrockner-Verleih. Hinzu kommen Ausgaben für Zubehör, wie Auffangwannen, Verlängerungskabel oder Heizlüfter. Diese belaufen sich im beschriebenen Einsatzbereich ebenfalls auf 5 bis 15 Euro. Im Verkauf gibt es Geräte dieser Leistungsklasse für etwa 350 bis 1.000 Euro. Leistungsstarke Adsorptionstrockner sind hingegen etwas teurer. Die Geräte kosten im Verleih rund 20 bis 50 Euro pro Tag. Geht es um den Gerätekauf, liegen die Bautrockner-Preise zwischen 1.500 bis 3.000 Euro.

Wichtig zu wissen: Wer die Trocknungsgeräte längere Zeit mietet, bekommt oft günstigere Konditionen. Eine zuverlässige Preisauskunft ist allerdings nur mit einem individuellen Angebot möglich.

GeräteartLeistungTagespreis
Kondenstrocknerca. 30 Liter/Tag5 bis 7 €
Kondenstrocknerca. 50 Liter/Tag7 bis 9 €
Kondenstrocknerca. 70 Liter/Tag10 bis 15 €
Kondenstrocknerca. 150 Liter/Tag15 bis 25 €
Kondenstrocknerca. 250 Liter/Tag120 bis 130 €
Adsorptionstrocknerca. 10 Liter/Tag10 bis 15 €
Adsorptionstrocknerca. 30 Liter/Tag15 bis 17 €
Adsorptionstrocknerca. 50 Liter/Tag25 bis 35 €
Adsorptionstrocknerca. 130 Liter/Tag50 bis 60 €
Adsorptionstrocknerca. 350 Liter/Tag125 bis 135 €
Adsorptionstrocknerca. 700 Liter/Tag180 bis 200 €
Infrarottrockner10 bis 30 €

Bautrocknung: Kosten pro Tag für die Nutzung

Die Trocknungsgeräte laufen in der Regel mit Strom. Die Bautrocknungs-Kosten pro Tag hängen daher vom Strompreis, der aufgenommenen Leistung und der Nutzungszeit ab. Läuft ein Gerät mittlerer Leistung mit 1,0 KW 24 Stunden am Tag, verbraucht es in dieser Zeit 24 Kilowattstunden. Multipliziert mit dem aktuellen Strompreis von rund 30 Cent pro Kilowattstunde entstehen dabei Kosten pro Tag von 7,20 Euro.

Wichtige Information bei Versicherungsschäden

Bei der Nutzung eines Bautrockners im Versicherungsfall sollten Sie sich unbedingt den Stromverbrauch der Bautrocknungsgeräte und die Nutzungsdauer dokumentieren lassen. Bei manchen Bautrocknungsgeräten lassen sich die Betriebswerte auslesen und ein Trocknungsprotokoll erstellen. Fragen Sie unbedingt im Vorfeld beim Bautrocknungsgeräte Vermieter, ob das möglich ist. Andernfalls können Sie den zusätzlichen Stromverbrauch auch über einen Zwischenzähler dokumentieren.

Gerade bei längeren Nutzungszeiträumen können enorme zusätzliche Stromkosten entstehen, die die Versicherung ohne expliziten Verbrauchsnachweis unter Umständen nicht zahlt!

Sind die Temperaturen geringer und ein zusätzliches Heizgerät ist erforderlich, können die Kosten der Bautrocknung im Winter höher ausfallen. Auch hier hängen die Ausgaben wieder von der aufgenommenen Leistung, der Nutzungszeit und dem Strompreis ab.

Häufige Fragen und Antworten

Was sind übliche Bautrocknungsgeräte Kosten?

Bautrocknungsgeräte zur Trocknung von 200 bis 600 Kubikmetern umbautem Raum kosten etwa 5 bis 15 Euro am Tag im Bautrockner-Verleih. Für Zubehör, wie Auffangwannen, Verlängerungskabel und Heizlüfter kann man mit zusätzlichen 5 bis 15 Euro rechnen. Der Kaufpreis eines solchen Kondensationstrockner liegt bei etwa 350 bis 1.000 Euro. Leistungsstarke Adsorptionstrockner sind etwas teurer. Diese Bautrockner kosten im Verleih ungefähr 20 bis 50 Euro pro Tag. Kaufpreise liegen hier meistens zwischen 1.500 bis 3.000 Euro.

Welche Bautrocknungsgeräte brauche ich?

Die Wahl des richtigen Bautrockners hängt maßgeblich von der Raumtemperatur vor Ort ab. Kondensationstrockner funktionieren mit warmer Luft und hoher Luftfeuchtigkeit am besten. Die Raumtemperatur sollte im Trocknungsbetrieb über 15°C liegen und die relative Luftfeuchtigkeit nach Möglichkeit 50% oder mehr betragen. Ist es kälter oder die relative Luftfeuchtigkeit geringer, eignet sich ein Adsorptionstrockner üblicherweise besser. Geht es um die Trocknung einzelner Wände oder Wandbereiche, können auch Infrarottrockner zum Einsatz kommen.

Bautrocknungsgeräte mieten oder kaufen?

Bautrocknungsgeräte mieten lohnt sich für gewöhnlich bei einmaligem oder unregelmäßigem Gebrauch. Geht es darum, Räumlichkeiten nach Wasserschaden oder eine Baustelle einmalig zu trocknen, lohnt sich der Kauf der Bautrocknungsgeräte üblicherweise nicht. In diesem Fall ist die Bautrocknungsgeräte Miete die bessere Wahl. Geht es um den regelmäßigen Einsatz, kann sich der Bautrocknungsgeräte Kauf lohnen. Dabei sollte man allerdings nicht außer Acht lassen, dass man beim Kauf nach Ablauf der Gewährleistung selbst für die Bautrockner Wartung und Reparaturen verantwortlich ist.

Autor: Johannes Partz

Johannes Partz

Johannes ist hier Geschäftsführer. In der Energiebranche ist er seit 2013. Er war in verschiedenen Positionen in Technik und Vertrieb bei Energieversorgern tätig. Seine technische Expertise hat er aus den 3 Jahren als Geschäftsführer bei der Hampel GmbH - einem Gebäudetechnik Unternehmen mit Fokus auf Heizungstechnik, Sanitär, Lüftung und Klima.