Tiefkühlcontainer und Kühlcontainer mieten: So geht es!

Ob Medikamente, Wild oder Lebensmittel: Kühlcontainer und spezielle Tiefkühlcontainer (auch Reefer für refrigerated container) halten verschiedenste Waren auf einem niedrigen Temperaturniveau. Sie ermöglichen den Transport von Kühl- und Tiefkühlprodukten oder schaffen kurzfristig größere Lagerkapazitäten. Auch dem mobilen Einsatz bei einer Veranstaltung oder einer Jagd steht mit Kühlcontainern nichts im Wege. Kunden stehen üblicherweise vor der Wahl, ob Sie vorübergehend einen Kühlcontainer mieten oder bei dauerhafter Aufstellung eher einen Kühlcontainer neu oder gebraucht kaufen.

Weißer Kühlcontainer auf Trailer zum Transport tiefgekühlter Waren

Deutsche-Thermo informiert über Aufbau, Funktion und Ausstattung der verschiedenen Kühlcontainer. Wir erklären, in welchen Bereichen die Kühlgeräte zum Einsatz kommen und zeigen, wie hoch die Kosten ausfallen. Darüber hinaus informieren wir über den Ablauf, wenn Kunden einen Tiefkühlcontainer oder einen Kühlcontainer mieten oder kaufen möchten.

Kühlcontainer 10 Fuss
bis -30°C / 30°C
Standard
4 / 5 Europaletten
Zum Angebot
Kühlcontainer 20 Fuss
bis -70°C / 30°C
Standard
10 / 11 Europaletten
Zum Angebot
Kühlcontainer 40 Fuss
bis -70°C / 30°C
Standard und High Cube
22 / 23 Europaletten
Zum Angebot

Die Themen im Überblick

Aufbau und Funktion der Kühlcontainer zum Mieten

Bei Kühlcontainern sowie Tiefkühlcontainern zum Mieten oder Kaufen handelt es sich in der Regel um Frachtcontainer mit einer starken Isolierung sowie einer innenseitigen Verkleidung aus Edelstahl. Die Dämmung sorgt für geringe Wärmeverluste und ermöglicht es, verschiedenste Waren vorübergehend kühl zu lagern. Ob die Container in Bewegung sind (Transportkühlung) oder nicht, spielt dabei grundsätzlich keine Rolle.

Porthole-Container oder Integral-Kühlcontainer

Geht es um den Aufbau und die Funktion der Container, sind zwei Bauarten zu unterscheiden. Porthole-Container (auch Conair Container) haben keine eigene Kühltechnik. Sie sind an der Stirnseite mit Öffnungen (Portholes) für Luftkanäle oder Kühlgeräte ausgestattet und auf die externe Versorgung mit Kaltluft angewiesen. Realisieren lässt sich diese mit einer mobilen Kälteanlage oder einem Clip-On-Kühlaggregat, welches außen über den Portholes sitzt.

Ein Integral-Kühlcontainer benötigt Letzteres nicht. Denn diese Art der mobilen Containerlösung ist selbst mit einem elektrisch betriebenen Kühlaggregat ausgestattet. Die Technik sitzt üblicherweise innen an der Stirnseite oder in der Verkleidung, ist für den Betrieb jedoch auf einen 400-Volt-Stromanschluss oder ein Diesel-Aggregat angewiesen.

Porthole-Container sind inzwischen weitestgehend außer Betrieb und wurden von den deutlich flexibler einsetzbaren Integral-Kühlcontainern abgelöst, die keine externe Kühlinfrastruktur benötigen.

Kühlgeräte versorgen Container mit Kaltluft

Bei der stationären Lagerung oder dem Transport von Kühlwaren in einem Integral-Kühlcontainer sorgen Kälteanlagen in der Außenwand dauerhaft für kühle Luft. Dazu saugen sie erwärmte Luft aus dem Container ab und leiten diese über einen Verdampfer. Hier geht thermische Energie auf den Kältekreislauf über. Die Luft kühlt sich ab und strömt mit niedriger Temperatur in den Reefer zurück. In der Kälteanlage laufen dazu folgende Schritte immer wieder ab:

01

Kältemittel nimmt Wärme auf:

Im ersten Schritt nimmt ein Kältemittel thermische Energie der Containerluft auf. Das Medium erwärmt sich und geht dabei komplett in den gasförmigen Aggregatzustand über.

02

Verdichter hebt Temperatur an:

In einem elektrisch angetriebenen Verdichter erfährt das Kältemittelgas eine Druckerhöhung, durch die auch seine Temperatur ansteigt.

03

Kältemittel gibt Wärme ab:

Das aufgeheizte Kältemittel gibt die mitgeführte Wärme über einen Wärmeübertrager (Verflüssiger) an die Außenluft ab. Seine Temperatur sinkt und es beginnt sich zu verflüssigen.

04

Ventil regeneriert Kältemittel:

Beim Durchströmen eines Expansionsventils sinkt der Kältemitteldruck auf den Ausgangszustand. Das Medium ist nun wieder vollständig flüssig und der Kreislauf beginnt erneut.

Handelt es sich um einen Porthole- oder Conair-Container, laufen die gleichen Prozessschritte in einer externen Kälteanlage ab. Die von dieser erzeugte Kaltluft strömt dann über die stirnseitig angebrachten Portholes in den Kühlcontainer. Sie umspült die Waren, nimmt Wärme auf und strömt daraufhin wieder heraus.

Gräting und Sicken für optimale Durchströmung

Für die zuverlässige Kühlfunktion ist es wichtig, die Waren im Container unabhängig von der Beladung mit kalter Luft zu umspülen. Um das zu gewährleisten, sind die Kühleinheiten mit einer Gräting (auch T-Boden) und Sicken ausgestattet. Ersteres beschreibt Vertiefungen im Boden, durch die kalte Luft unter den Waren entlang den gesamten Containerinnenraum erreicht. Bei Sicken handelt es sich hingegen um Vertiefungen an den Wänden. Durch diese gelangt kalte Luft von unten nach oben, auch wenn Waren im Sinne der optimalen Platzausnutzung bis an die Wandungen der Kühlcontainer gestellt sind.

Mit Hubwagen oder Gabelstapler befahrbar

Die meisten Container zur stationären oder mobilen Kühlung sind mit Gabelstapler oder Hubwagen befahrbar. Auf diese Weise lassen sich Waren auf Paletten einfach und schnell ein- beziehungsweise ausfahren. Für hängende Güter wie Wild nach einer Jagd sind auch Tiefkühlcontainer und Kühlcontainer mit Rohrbahn verfügbar. Dabei läuft eine Schiene unter der Decke von außen durch den gesamten Containerinnenraum.

Temperaturbereiche und technische Anforderungen

Abhängig von den Anforderungen der zu kühlenden Waren sind Kühlcontainer zum Mieten oder Kaufen in verschiedenen Temperaturbereichen verfügbar. So gibt es neben Anlagen mit Normalkühlung auf 0 bis 25 Grad Celsius auch Tiefkühlcontainer, die Temperaturen von bis zu minus 55 Grad Celsius sicherstellen. Während es sich dabei allerdings um Spezialanfertigungen handelt, halten Seriengeräte Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius zuverlässig aufrecht.

Hohe Hygieneanforderungen als Lager für Lebensmittel

Geht es um den Transport von Lebensmitteln und anderen sensiblen Stoffen, gibt es sogenannte HACCP-Kühlcontainer zum Mieten oder Kaufen. HACCP steht dabei für Hazard Analysis and Critical Control Points und beschreibt die Gefahrenanalyse und Kontrolle kritischer Punkte. Betroffen sind alle Bereiche der Zubereitung, Verarbeitung, Herstellung, Verpackung, Lagerung, Beförderung, Verteilung, Behandlung und des Verkaufs von Lebensmitteln, um hohe hygienische Anforderungen einzuhalten.

Wichtig zu wissen: Nicht für alle Lebensmittel ist ein HACCP-Kühlcontainer Pflicht. Handelt es sich beispielsweise um verpackte Speisen oder Zutaten, genügen häufig auch konventionelle Container mit entsprechender Kühlstufe.

Verschiedenste Einsatzbereiche der mobilen Kühlzellen

Die Einsatzbereiche der Container zum Kühlen sind besonders vielschichtig. So ermöglichen die Lösungen die Lagerung oder den Transport von Lebensmitteln und anderen temperatursensiblen Waren. Sie kommen in Laboren sowie Prüfeinrichtungen zum Einsatz, schaffen oder erweitern die eigenen Kühl-/Lagerkapazitäten und halten Wild nach einer Jagd kühl und frisch. Die folgende Übersicht zeigt typische Einsatzbereiche der Kühl- und Tiefkühlcontainer:

  • Lagerung oder Transport von Waren bei Minus- oder Plustemperaturen
  • Lagerung von Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Backwaren, Teigwaren, Tiefkühlwaren, Obst, Gemüse, Milch, Pflanzen oder Kräutern
  • Tiefkühlcontainer für Impfstoffe, chemische Stoffe und medizinische Produkte
  • Schaffen vorübergehender Kühlkapazitäten (Bsp.: Kühlcontainer mit Rohrbahn für die Jagd)
  • vorübergehende Erweiterung der vorhandenen Kühlkapazitäten bei Großaufträgen
  • Zwischenlagerung bei Störung, Reparatur, Wartung oder Ausbau der vorhandenen Kühllager
  • mobiles Kühllager bei Veranstaltungen, Messen oder auf Campingplätzen
  • mobile Kältelabors und Prüfstellen für Industrie, Forschung und Entwicklung

Größen und Maße der mobilen Kühlcontainer zur Miete

Wer einen Tiefkühlcontainer oder Kühlcontainer mieten oder kaufen möchte, hat in Bezug auf die Lagerkapazität eine große Auswahl. Denn neben 10, 20 und 40 Fuß Containern sind auch 45 Fuß Porthole- und/oder Integral-Kühlcontainer in Standard- oder High-Cube-Ausführung erhältlich. Die folgende Tabelle informiert über Maße und entsprechende Lagerkapazitäten.

GrößeAußenmaße
(L x B x H)
Innenmaße
(L x B x H)
Masse (leer/gesamt)Stellplätze für Paletten
10 Fuß2.991 x 2.438 x 2.5912.387 x 2.294 x 2.3732.210 / 10.160 kg4
20 Fuß6.058 x 2.438 x 2.5915.451 x 2.290 x 2.2632.880 / 30.480 kg10
40 Fuß12.192 x 2.438 x 2.59111.577 x 2.290 x 2.1103.900 / 32.500 kg23
40 Fuß High Cube12.192 x 2.438 x 2.89611.585 x 2.290 x 2.5454.580 / 34.000 kg23
45 Fuß High Cube13.716 x 2.550 x 2.89613.316 x 2.440 x 2.5676.090 / 34.000 kg33

Die Türmaße der Container liegen in Standardausführung bei etwa 2,29 x 2,20 Metern und bei etwa 2,29 x 2,55 Metern bei Kühl- und Tiefkühlcontainer in High-Cube-Ausführung.

Ausstattung der Kühlcontainer ist individuell wählbar

Mehrere Kuehlcontainer und Tiefkuehlcontainer stehen im Verladebereich eines Hafen

Abhängig vom gewünschten Einsatzgebiet und der geplanten Nutzung sind verschiedene Ausstattungsmerkmale frei konfigurierbar. Sehr häufig verfügen die Container dabei standardmäßig über Streifenvorhänge, die den Wärmeeinfall durch geöffnete Türen verringern. Sie sorgen dafür, dass die Waren kühl bleiben und reduzieren auch den Energiebedarf der Kältetechnik.

Geht es beispielsweise um die zügige Be- und Entladung mit Staplern oder Hubwagen sind Rampen sinnvoll. Für die manuelle Einlagerung kleinteiliger Güter eignen sich hingegen spezielle Kunststoffregale. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Lichter und Steckdosen sowie die Reinheit des Innenbereichs. Wollen Mieter oder Käufer beispielsweise spezielle Lebensmittel bevorraten oder transportieren, ist eine HACCP-gerechte Einrichtung erforderlich. Anders lassen sich die hohen hygienischen Anforderungen im Umgang mit Lebensmitteln nicht zuverlässig erreichen. Neben den Standardoptionen gibt es auch Sonderausstattungen. So benötigen Jäger, Fleischer oder Schlachtbetriebe Kühlcontainer mit Rohrbahn, um frische Lebensmittel hängend im Container zu bewegen und einzulagern.

Tiefkühlcontainer auch als Schockfroster zum Mieten erhältlich

Eine Besonderheit in puncto Ausstattung stellen Tiefkühlcontainer für die Schockfrostung von Waren dar. Die sogenannten Superfroster unterscheiden sich äußerlich kaum von anderen Kühlcontainern, bestechen allerdings durch einen ausgereiften inneren Ausbau.

Der Lagerraum verfügt dabei über eine Zwischendecke, um Luft vom integrierten Kühlaggregat bis zum anderen Ende des Kühlcontainers strömen zu lassen. Hier werden die Luftmassen auf natürliche Weise umgelenkt. Sie umspülen daraufhin die zu frostenden Waren und werden an der gegenüber liegenden Seite des Tiefkühlcontainers wieder angesaugt. Die in einem zusätzlichen Raum angebrachte Kälteanlage nimmt die erwärmte Luft auf, um dieser Wärme zu entziehen. Sie bläst die kalten Luftmassen wieder in den Container ein, überträgt überschüssige Wärme an die Außenluft und bläst auch diese nach draußen ab.

Mit dem speziellen Aufbau der Tiefkühlcontainer ist es möglich, Waren in wenigen Stunden unter ihren Gefrierpunkt zu bringen. Nach etwa 20 bis 24 Stunden haben sie dann auch im Kern Werte von – 20 Grad Celsius erreicht, was vor allem für Jäger, Fischer und andere Betriebe aus dem Lebensmittelbereich interessant sein dürfte. Konventionelle Reefer oder Kühlcontainer leisten das nicht. Denn diese verfügen häufig über eine geringere Kühlleistung, um Temperaturen etwa von 0 bis 25 Grad Celsius zu erreichen.

Die Stromversorgung: Kühlcontainer mit Dieselaggregat

Egal, ob es sich um eine integrierte, eine separate oder eine Clip-On-Kälteanlage für Kühlcontainer handelt: In der Regel arbeiten die Lösungen mit elektrischer Energie, die üblicherweise über einen Starkstromanschluss am Aufstellort zur Verfügung zu stellen ist. Definiert ist das für Integral-Kühlcontainer über die ISO-1496-2 und umfasst Container vom Typ 1 (180 V min, 250 V max, 50-60 Hz) und Typ 2 (360 V min, 500 V max, 50 – 60 Hz)

Geht es um den vorübergehend stationären oder den mobilen Einsatz, lassen sich Kühlcontainer mit Dieselaggregat ausstatten. Verfügbar sind dabei sogenannte Undermount- oder Clip-on-Geräte mit eigenem Kraftstofftank. Was die verschiedenen Arten auszeichnet und wie lange ein Kühlcontainer mit Stromaggregat arbeitet, zeigt die folgende Tabelle.

 Undermount-AggregatClip-on-Aggregat
EigenschaftenArbeitet ein Kühlcontainer mit Undermount-Stromaggregat, befindet sich der Stromerzeuger am Trailer. Er sitzt räumlich betrachtet unter dem Container und stellt Letzterem die benötigte Energie zur Verfügung. Integrierte Dieseltanks erlauben dabei eine kontinuierliche Laufzeit von etwa 10 bis 12 Stunden.Bei dieser Variante ist das Dieselaggregat als Anbaugerät für den Container zu haben. Es sitzt dann meist an einer der Stirnseiten und produziert elektrische Energie durch die Verbrennung von Diesel. Für den autarken Betrieb sind die Geräte mit einem eigenen Tank ausgestattet, der meist 10 bis 12 Stunden für den benötigten Strom sorgt.
Geeignet fürLange Standzeiten der Container auf ein und demselben TrailerContainer, die häufig kurz auf unterschiedlichen Trailern stehen

Stromverbrauch der Kühl- und Tiefkühlcontainer berechnen

Geht es um die Betriebskosten oder darum, wie lange der Dieselvorrat im Aggregat reicht, ist erst einmal der Stromverbrauch zu berechnen. Bei Tiefkühl- und Kühlcontainern hängt dieser jedoch von zahlreichen Faktoren ab. Neben der Containergröße kommt es dabei auch auf die gewünschte Innentemperatur, die Umgebungstemperatur und die Häufigkeit der Be-/Entladung an. Letztere wirkt sich insofern auf den Stromverbrauch aus, dass mit jedem Be-/Entladevorgang Luft von außen Wärme in den Kühl- oder Tiefkühlcontainer bringt. Außerdem steigt die Kühllast beziehungsweise der Kühlbedarf, wenn häufig erwärmte Waren in den Container kommen. Lagern Produkte längere Zeit bei anhaltend niedrigen Temperaturen, ist der Stromverbrauch hingegen eher gering.

Kühlleistung und Effizienz der Container entscheidet über den Verbrauch

Letztlich wirkt sich aber vor allem die entsprechende Kühlleistung auf den Stromverbrauch im Kühlcontainer aus. Je höhere diese ist, umso mehr Energie benötigen die Anlagen. Effizienzsteigerungen an der Containerhülle (Wärmeschutz) sowie der Kältetechnik (Wärmeabfuhr) können das Gegenteil bewirken.

Richtwerte für den Stromverbrauch in Tiefkühl- und Normalkühlcontainern

Auch wenn sich der Stromverbrauch eines Kühlcontainers nicht pauschal angeben lässt, sind dennoch grobe Richtwerte möglich. Diese basieren auf einer Leistungsaufnahme von durchschnittlich 3,5 bis 4,5 kW in 20-Fuß-Kühlcontainern über alle Aufstellbedingungen und Betriebsvarianten hinweg.

  • Der durchschnittliche Stromverbrauch eines Tiefkühl- und Kühlcontainers liegt bei 3,5 bis 4,5 kWh pro Betriebsstunde für 20 Fuß und etwa 7 bis 9 kWh pro Betriebsstunde bei 40 Fuß Containern.

Bei einem Betrieb von 24 Stunden am Tag ergeben sich daraus Stromverbräuche von durchschnittlich 84 bis 108 Kilowattstunden täglich. Aber Achtung: Betriebsweise und Umgebungsbedingungen haben hier einen sehr großen Einfluss.

Individuellen Stromverbrauch berechnen: Herstellerangaben helfen dabei

Um den Stromverbrauch individuell berechnen zu können, sind Angaben der Anbieter nötig. So finden sich im Handbuch der Kühl- und Tiefkühlcontainer Tabellen, welche über die Leistungsaufnahme bei verschiedenen Temperaturszenarien informieren. Im Folgenden geben wir ein Beispiel dazu.

Energiebedarf im 20 Fuß Kühl- oder Tiefkühlcontainer bei 35 °C Umgebungstemperatur

Container-TemperaturKühlleistungStromaufnahme
+ 20 °C14 kW10 kW
+ 0°C10 kW9 kW
– 20 °C6 kW6 kW
– 30 °C4 kW5 kW

Die Tabelle zeigt, dass der Stromverbrauch beim Herunterkühlen der Waren am höchsten ist. Hat das eingelagerte Gut die gewünschte Temperatur erreicht, sorgt die effiziente Wärmedämmung dafür, dass nur wenig Wärme von außen eindringt und die Kälteanlage arbeitet sparsamer. Abhängig von der Anlage arbeitet die Technik unterhalb von -10 Grad Celsius in der Regel taktend – sie schaltet sich bedarfsgerecht ein und aus. Darüber ist die Leistung bedarfsgerecht anpassbar, was sich ebenfalls auf den Stromverbrauch im Kühl- und Tiefkühlcontainer auswirkt.

Sonderausstattung und Zusatzleistungen für Kühlcontainer

Bei vielen Anbietern kann man zusätzliche Kühlcontainer Ausstattung oder Dienstleistungen hinzubuchen, die den Transport sicherer machen oder verderbliche Waren besser schützen. Dazu gehören unter anderem moderne Überwachungs- und Ortungssysteme, aber auch der Einsatz von Schutzgasen in kontrollierter Atmosphäre, um die frischen Waren bestmöglich vor Verderb zu schützen.

Alarmfunktion und Fernüberwachung der Kühlcontainer

Viele Anbieter bieten heutzutage die Möglichkeit, den Kühlcontainer jederzeit live am Computer oder Smartphone zu verfolgen und seine Betriebsparameter auszulesen und zu überwachen. Mittels GPS lassen sich Standort und Geschwindigkeit des Kühlcontainers nachvollziehen, Bewegungssensoren erfassen außergewöhnliche Stöße oder ruckartige Bewegungen, die die transportierte Ware beschädigen könnten. Temperatur und Luftfeuchtigkeit des Kühlcontainers werden live übertragen und lassen sich teilweise aus der Ferne einstellen beziehungsweise korrigieren.

Rueckseite eines stark beschaedigten Kuehlcontainers nach Kollision

Zusätzliche Sensoren registrieren, wenn der Container geöffnet wird. Alle Parameter lassen sich so konfigurieren, dass eine Warnung gesendet wird, wenn die eingestellten Sollwerte über- oder unterschritten werden.

Einstellung der Kühlcontainer Feuchtigkeit

Bei der Lagerung und dem Transport von Waren spielt die Feuchtigkeit innerhalb des Containers eine große Rolle. Sie ist Teil der äußeren Bedingungen, bestehend aus Luftfeuchtigkeit, Temperatur und vorhandener Lüftung, unter denen eine spezifische Ware sicher transportiert werden kann, ohne Schaden zu nehmen. Die jeweiligen Werte unterscheiden sich dabei je nach Transportgut teils erheblich.    

Die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Kühlcontainers muss sich dabei innerhalb gewisser Grenzen bewegen. Ist sie zu hoch, drohen Schimmel und Fäule die frischen Waren zu verderben. Ist sie zu niedrig, trocknen die Güter möglicherweise aus und verlieren an Wasser und damit auch an Gewicht.

Durch Belüftung lässt sich die Kühlcontainer Luftfeuchtigkeit üblicherweise nur reduzieren, eine künstliche Erhöhung ist in der Regel nicht möglich. Wird der Container verschickt, muss der vorgesehene Reiseweg des Kühlcontainers berücksichtigt werden, da sich die verschiedenen Klimazonen, je nach Jahreszeit und Lage, sehr deutlich in ihrer Luftfeuchtigkeit unterscheiden. Dank moderner Überwachung ist es heutzutage möglich, die Luftfeuchtigkeit im Kühlcontainer genau zu überwachen und mittels Lüftersteuerung gezielt zu verändern.

Luftzirkulation und kontrollierte Atmosphäre im Kühlcontainer

Je nach Ladung des Kühlcontainers muss die Luft im Container regelmäßig getauscht werden, um schädliche Einflüsse auf die gelagerten Waren zu minimieren. Besonders bei Obst und Gemüse ist darauf zu achten, dass sich die Zusammensetzung der Luft im Kühlcontainer nicht zu stark verändert.

Nach der Ernte sind vor allem Obst aber auch manche Gemüsesorten noch biotisch aktiv, das heißt sie werden unreif geerntet und reifen während dem Transport und der Lagerung üblicherweise nach. In diesem Prozess atmen sie vermehrt Sauerstoff und produzieren im Gegenzug CO2, Ethylen und Wärme. Je höher die Lagertemperatur, desto höher ist diese Atmungsaktivität und desto schneller reifen und verderben die Lebensmittel.

Rote Tomaten lagern in Transportkisten aus Holz in einem Kuehlhaus und reifen nach

Anhand der unteren Tabelle lässt sich der Zusammenhang zwischen Temperatur und Atmungsaktivität gut ablesen. Je höher die Temperatur, desto mehr CO2 wird von den frischen Produkten emittiert.

ProduktCO2 (mg / kgh) bei 0 °C4 – 5 °C10 °C15 – 16 °C20 – 21 °C
Äpfel3 – 65 – 1114 – 2018 – 3120 – 41
Bananen21 – 3925 – 7533 – 142
Avocados20 – 3062 – 15774 – 347
Blaubeeren2 – 109 – 1223 – 2534 – 6252 – 87
Spargel27 – 80 55 – 13690 – 304160 – 327275 – 500

Zusätzlich zur Temperatur ist deshalb auch die genaue Luftzusammensetzung zu kontrollieren. Ein zu hoher Kohlendioxid-Gehalt kann die empfindlichen Waren schädigen. Sobald zu wenig Sauerstoff im Kühlcontainer ist, können die bioaktiven Produkte nicht mehr atmen, sie beginnen anaerob zu gären und verderben.   

Um das zu vermeiden, haben viele Reefer eingebaute Ventilatoren, deren Geschwindigkeit und Luftzirkulationsrate genau einstellbar sind. Sie versorgen die Kühlcontainer regelmäßig mit Frischluft und verhindern einen CO2 Anstieg über ein kritisches Niveau. Die meisten Produkte haben ideale Transportbedingungen, die sich jeweils in ihren optimalen Temperaturbereichen und Atmosphärenzusammensetzungen unterscheiden.

In der Regel bedeutet das die Einstellung der niedrigsten Temperatur, ohne dass die Waren Kälte- oder Frostschäden erleiden. Bei unveränderter Atmosphäre liegt der Sauerstoffgehalt üblicherweise bei etwa 20,9 % und Kohlendioxid bei 0,04 %. Die folgende Tabelle zeigt ein paar exemplarische Werte und wie stark sich verschiedene Produkte dabei voneinander unterscheiden.

ProduktTemperaturbereichOptimaler BereichSchädlicher Bereich
Äpfel-0,5 – 2 °C1 – 3 % O2 | 1 -5 % CO2< 1 % O2 | > 5% CO2
Bananen12 – 16 °C2 -5 % O2 | 2 – 5 % CO2< 1% O2 | > 7% CO2
Avocados5 – 13 °C2 – 5 % O2 | 3 – 10 % CO2< 1% O2 | > 15 % CO2
Blaubeeren0 – 5 °C2 – 5 % O2 | 12 – 20 % CO2< 1,5% O2 | > 25 % CO2
Spargel1 – 5 °C21 % O2 | 5 – 14 % CO2< 10% O2 | > 15% CO2

Über ein gezieltes Kontrollieren der Atmosphäre in möglichst luftdichten Kühlcontainern lassen sich die Waren sehr lange frisch halten. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein hoher CO2-Gehalt als natürliches Biozid fungiert und zum Beispiel die Bildung von Schimmel erschwert. Ein niedriger CO2- und Sauerstoff-Gehalt verlangsamt auf der anderen Seite die natürlichen Alterungs- und Reifeprozesse in den Früchten.

Unterschiedliche Systeme je nach Hersteller

Je nach Hersteller beziehungsweise Frachtunternehmen gibt es unterschiedlich Systeme kontrollierter Atmosphären, meist unterscheiden sie sich zwischen zwei grundlegenden Herangehensweisen. So gibt es einerseits geregelte Systeme mit externer Zugabe von Stickstoff, wahlweise mit einem Stickstofferzeuger am Kühlcontainer oder mittels Stickstoffflaschen. Der Stickstoff verdrängt dabei den Luftsauerstoff aus dem Container und ermöglicht so hohe CO2 Werte.

Die zweite Variante macht sich die oben beschriebene CO2 Eigenproduktion der frischen Waren zu Nutze. In einem möglichst luftdichten Container erhöht sich der CO2 Gehalt kontinuierlich, bis er gewünschte Grenzwerte erreicht und die Kühlcontainer Lüftung anspringt, um einen weiteren Anstieg mittels Frischluftzufuhr zu verhindern. Bei dieser Variante gibt es noch die Möglichkeit, die Atmosphäre vor Transportbeginn zu verändern und nach der Beladung des Kühlcontainers Stickstoff einzuleiten, um die gewünschten Atmosphärenwerte schneller zu erreichen und dann möglichst lange zu erhalten.

Kühlcontainer: Hersteller der mobilen Lösungen im Überblick

Allein am deutschen Markt gibt es heute eine Vielzahl von Herstellern für Kühlcontainer. Darunter die Folgenden:

  • Kässbohrer Transport Technik GmbH
  • servoprax GmbH
  • Mein Lagerraum3 GmbH
  • CONTAINEX Container-Handelsgesellschaft m.b.H.
  • Dometic Germany GmbH
  • K. & M. Holland GmbH
  • ADCO Umweltdienste Holding GmbH
  • LACONT Umwelttechnik GmbH
  • ESDA Gerätetechnik GmbH
  • Hafner-Muschler GmbH
  • BCS Containersystem GmbH
  • Nils Eydner GmbH ETERNASOLID

Geht es um die benötigte Notstrom- und Kältetechnik, kommen überwiegend Geräte von Carrier, Thermo King & Daikin zum Einsatz.

Kühlcontainer Miete oder Kauf: Wann ist welche Variante besser geeignet?

Kühlcontainer sind zur Miete oder zum Kauf erhältlich. Wann sich welche Variante lohnt, hängt dabei von den individuellen Voraussetzungen ab. Kauf-Lösungen kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Anlagenbetreiber für lange Zeit auf die speziellen Container setzen wollen. Ein Beispiel dafür sind Spediteure oder Betriebe, die gekühlte Waren selbst transportieren.

Anders ist es bei Mietgeräten: Wer diese Variante bevorzugt, sucht hingegen nur kurz nach einer höheren Kühlkapazität. So zum Beispiel nach einem Tiefkühlcontainer für Impfstoffe oder Medikamenten in Impf- oder Krisenzentren. Ein Kühlcontainer zum Mieten eignet sich allerdings auch bei längeren Einsatzzeiten, da die Preise dann meist geringer ausfallen. Außerdem profitieren Mieter von einem großen Serviceangebot.

Kühl- und Tiefkühlcontainer mieten: Alle Vorteile auf einen Blick

Wer Tiefkühlcontainer oder Kühlcontainer mieten will, profitiert von zahlreichen Vorteilen. Neben dem großen Service-Angebot gehört dazu auch die schnelle Verfügbarkeit. Die Kosten sind genau planbar und die Liquidität bleibt unberührt. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass sich die Kosten für Miete oder Leasing sofort steuerlich geltend machen lassen.

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vorteile im Überblick, wenn Kunden einen Tiefkühlcontainer oder einen Kühlcontainer mieten:

  • planbare Kosten über die gesamte Nutzungszeit hinweg
  • keine hohen Investitionskosten; günstig für die Liquidität
  • keine Erhöhung des Betriebsvermögens durch die Miete
  • Kosten lassen sich immer sofort steuerlich geltend machen
  • Betrieb mit dem Wegfall vieler administrativer Aufgaben
  • Außenaufstellung der Container ohne Umbau möglich
  • Einweisung und Schulung für einen optimalen Betrieb
  • Installation und Anschluss durch einen Fachbetrieb
  • 24/7-Notfallservice für den Fall einer Störung
  • Anlieferung der Kühl-Container bis zum Einsatzort
  • Verwendung top gewarteter Container und Kälteanlagen
  • Auf Wunsch mit PTI (Prüfung der Technik durch Sachverständige)

In aller Regel entscheiden die Kosten darüber, welche Lösung die günstigste ist. Aus diesem Grund empfehlen wir, erst einmal mehrere Angebote für die Sanierung einzuholen. Diese geben Aufschluss über die zu erwartenden Ausgaben und auch darüber, welche Lösung sich am meisten lohnt.

Kühl- und Tiefkühlcontainer mieten: So funktioniert es

Wer einen Kühl- oder Tiefkühlcontainer mieten möchte, wendet sich dazu an einen oder mehrere Anbieter. Diese helfen bei der Auswahl, erstellen ein Angebot und liefern die Technik auf Wunsch auch an. Damit zukünftige Mieter nichts vergessen und ein zufriedenstellendes Angebot bekommen, erklären wir den Ablauf der Container-Miete Schritt für Schritt.

01

Anforderungen zusammenstellen:

Für welche Waren wollen Nutzer einen Tiefkühl- oder Kühlcontainer mieten? Wie ist der Aufstellort beschaffen und wie soll der Container genutzt werden? Geht es um die Ausweitung der lokalen Lagerkapazitäten, das Schaffen eines vorübergehenden Lagers für Impfstoffe oder um den gekühlten Transport von Waren? Antworten auf diese Fragen helfen, die wichtigsten Anforderungen zu definieren.

02

Anbieter kontaktieren und Angebot anfordern:

Mit dem Anforderungskatalog wenden sich potenzielle Mieter an einen oder mehrere Anbieter. Diese prüfen die Angaben und stellen weitere Fragen, wenn das für die Auswahl wichtig ist. Sind alle Eingangsparameter bekannt, erstellen die Anbieter ein Miet-Angebot für den passenden Tiefkühl- oder Kühlcontainer.

03

Angebot annehmen und Container bestellen:

Entspricht das Angebot den eigenen Erwartungen oder punktet es im Vergleich zu anderen Angeboten, können Nutzer den Kühl- oder Tiefkühlcontainer bestellen. Wichtig ist, dass sie beim Angebots-Vergleich nicht allein auf den Preis schauen. Entscheidend ist häufig, welches Zubehör und welche Service-Leistungen das Angebot enthält.

04

Tiefkühl- oder Kühlcontainer liefern lassen:

Auf die Bestellung folgt die termingerechte Auslieferung der Kühl- und Tiefkühlcontainer zum Mieten. Sind diese auf Lager, erfolgt die Lieferung dabei teilweise schon innerhalb eines Werktages. Je nach Bedarf kümmern sich

05

Betrieb, Wartung und Entstörung:

Wenn Nutzer einen Tiefkühlcontainer oder einen Kühlcontainer mieten, müssen sie sich in der Regel um sehr wenig kümmern. So auch nicht um Wartungs- und Inspektionspflichten, welche der Vermieter in aller Regel übernimmt.

06

Demontage und Abtransport:

Zum Ende der Mietdauer kümmern sich Vermieter in aller Regel um den Abbau der Technik. Sie holen Tiefkühlcontainer genau wie normale Container zum Kühlen ab und Nutzer haben nichts weiter zu tun.

Kühlcontainer mieten oder kaufen: Preise im Überblick

Wie viel ein Kühlcontainer kosten kann, hängt vor allem von seiner Größe und der gewünschten Ausstattung ab. Wer einen Container kaufen möchte, zahlt dabei etwa 5.000 bis über 30.000 Euro. Während die günstigsten Varianten für gebrauchte Anlagen gelten, kosten neue Kühlcontainer meist mehr. Geht es hingegen um eine Mietlösung, fallen die Kosten dabei deutlich niedriger aus. Üblicherweise liegen die Preise dann bei 5 bis 10 Euro pro Tag.

Achtung bei gebrauchten Kühlcontainern

Bei gebrauchten Seecontainern ist es üblich, dass man sie in verschiedene Zustandsklassen einteilt. Diese reichen von quasi neu (Zustand A), bis zu einem Gebrauchszustand, bei dem der Container aufgrund jahrelanger Nutzung z.B. nicht mehr wasserdicht ist (Zustand D). Bei Kühlcontainern gibt es diese Einstufungen nicht, die PTI-Prüfung garantiert in diesem Zusammenhang auch nur ein funktionierendes Kühlaggregat und sagt nichts über den grundsätzlichen Zustand des Kühlcontainers aus! Vor dem Kauf sollten Sie sich den Zustand des Containers daher besser genau anschauen oder dokumentieren lassen, um später unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Kühlcontainer und welche Arten gibt es?

Ein Kühlcontainer ist ein Seefrachtcontainer mit starker Isolierung. Er ist im Innenbereich mit Sicken sowie einer Gräting ausgestattet und kann Waren auf -55 (Tiefkühlcontainer) bis +25 Grad Celsius (Container für die Normalkühlung) herunterkühlen. Geht es um den Aufbau und den Betrieb, unterscheiden Hersteller heute zwischen Porthole- und Integral-Kühlcontainern. Während Erstere auf eine externe Kaltluftversorgung angewiesen sind, verfügen Letztere über eine eigene Kälteanlage. Porthole-Container sind für den stationären Einsatz gut geeignet – Integral-Container lohnen sich hingegen im Transportbereich.

Benötigen Kühlcontainer einen Stromanschluss?

Ja, die Container benötigen üblicherweise einen 400-Volt-Stromanschluss, der bauseits zur Verfügung zu stellen ist. Alternativ lassen sich die Reefer auch mit einem mobilen Dieselaggregat ausstatten.

Welche Stromerzeuger gibt es und wann eignen sie sich?

Bei Stromerzeugern für den mobilen Einsatz unterscheiden Experten Undermount- und Clip-On-Lösungen. Erstere befinden sich beispielsweise an einem Trailer, um die Kälteanlage mit der benötigten Energie zu versorgen. Interessant ist das immer dann, wenn der Container lange auf dem Trailer steht – etwa bei weiten Transportstrecken. Clip-On-Aggregate lassen sich oben am Reefer montieren. Sie liefern ebenfalls ausreichend Strom und eignen sich immer dann, wenn Container häufig den Trailer oder den Stellplatz wechseln.

Wie hoch ist der Stromverbrauch von Kühl- und Tiefkühlcontainern?

Der Stromverbrauch von Kühlcontainern lässt sich nicht pauschal angeben. Denn neben der Größe und der Isolierung hängt er auch von den Temperaturen innen sowie außen ab. Außerdem spielt die Art der Nutzung und Ladung eine große Rolle. Über alle Betriebs- und Warenarten hinweg liegt der Verbrauch von 20 Fuß Containern im Durchschnitt bei 3,5 bis 4,5 kWh pro Betriebsstunde. 40 Zoll Container haben hingegen einen Stromverbrauch von etwa 7 bis 9 kWh pro Betriebsstunde.

Wie viel können Kühlcontainer kosten?

Die Kosten der Reefer fallen sehr unterschiedlich aus. So gibt es beispielsweise gebrauchte Geräte, die für 5.000 bis 10.000 Euro zu haben sind. Wer neue Kühlcontainer kaufen möchte, zahlt hingegen 20.000 bis 30.000 Euro. Günstiger ist die Miete, für die üblicherweise 5 bis 15 Euro pro Tag anfallen. Wichtig zu wissen: Lange Mietzeiten honorieren Hersteller mit günstigen Angeboten.

Kühlcontainer mieten oder kaufen: Was lohnt sich?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, denn entscheidend sind die Kosten. In aller Regel kommen Mietlösungen jedoch für kurzfristige Einsatzzeiten infrage. Wer den Container lange nutzen möchte, kann sich auch für den Kauf entscheiden. Vor allem bei gebrauchten Geräten ist das meist mit hohen Einsparungen verbunden.

Autor: Johannes Partz

Johannes Partz

Johannes ist hier Geschäftsführer. In der Energiebranche ist er seit 2013. Er war in verschiedenen Positionen in Technik und Vertrieb bei Energieversorgern tätig. Seine technische Expertise hat er aus den 3 Jahren als Geschäftsführer bei der Hampel GmbH - einem Gebäudetechnik Unternehmen mit Fokus auf Heizungstechnik, Sanitär, Lüftung und Klima.