Mobiler Öltank ergänzt die Mietheizungen

Warmluft-, Anhänger- oder Containerheizungen versorgen verschiedenste Gebäude flexibel mit Wärme. Der Brennstoff für den Betrieb der Wärmeerzeuger lagert unter anderem in mobilen Öltanks.

Mobiler Heizöltank

Dabei handelt es sich um speziell konstruierte Sicherheitsbehälter für Heizöl, die zur Aufstellung im Freien oder im Gebäudeinneren zugelassen sind. Deutsche-Thermo.de informiert über Anforderungen, Arten und Größen mobiler Öltanks. Wir erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt und wie viel mobile Öltanks zum Mieten kosten.

Die Themen im Überblick

Heizöltanks mit Zulassung für den mobilen Einsatz

Bei mobilen Öltanks handelt es sich grundsätzlich um Behälter für die flexible Lagerung von Heizöl. Neben Kanistern oder Transportbehältern können das auch zylindrische Tanks sein. Die Anlagen erfüllen hohe Sicherheitsanforderungen, werden in regelmäßigen Abständen auf Dichtheit kontrolliert und dürfen daher nahezu überall vorübergehend aufgestellt werden. Selbst in Wasserschutzgebieten ist der Einsatz mobiler Öltanks möglich, wenn diese über eine entsprechende Zulassung verfügen. Die Größe der Tankanlagen reicht dabei von etwa 100 bis zu 25.000 Litern, was den komfortablen Einsatz in verschiedensten Anlagen ermöglicht.

Mobile Öltanks als Brennstofflager für Mietheizungen

Zum Einsatz kommen mobile Öltanks in der Regel zusammen mit mobilen Heizlösungen. Sie ergänzen dabei Warmluftsysteme, Anhänger- oder Containerheizungen, die über keinen oder einen zu kleinen internen Tank verfügen. Gefragt sind die Miettanks dabei vor allem bei längeren Einsatzzeiten, um häufiges Nachtanken und den damit verbundenen Aufwand zu vermeiden.

Aber auch bei Sanierungsarbeiten wie dem Austausch alter Heizöltanks in Wohn- und Nichtwohngebäuden kommen mobile Öltanks infrage. Hier versorgen sie eine fest installierte Ölheizung vorübergehend mit flüssigen Brennstoffen, wenn diese für die Dauer der Sanierungsarbeiten nicht abgeschaltet werden darf. Wer einen Öltank entsorgen möchte und große Mengen Restöl hat, kann diese ebenfalls in einem mobilen Öltank zwischenlagern. Später lässt sich der Brennstoff dann weiter verwenden oder sogar verkaufen.

Die wichtigsten Einsatzbereiche mobile Öltanks sind:

Heizöllagerung für mobile Heizungen (Warmluftsysteme, Anhänger- oder Containerheizungen)

Überbrücken von Arbeiten an Heizöltanks bestehender Heizungs- oder Produktionsanlagen

Zwischenspeichern von Heizölbeständen bei Demontage- oder Umrüstarbeiten

Arten, Ausführungen und Maße der Heizöllagerbehälter

Wer einen mobilen Heizöltank mieten möchte, hat heute eine besonders große Auswahl. So gibt es kleine Transportbehälter mit wenigen 100 Litern, mittelgroße Sicherheitstanks oder große, doppelwandige Stahltanks, die mehr als 10.000 Liter aufnehmen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Ausführungen, Größen und Maße mobiler Heizöltanks.

Mobiler ÖltankAusführungMaße
(Länge x Breite x Höhe)
Gewicht
100 Litermobiler Behälter mit Rollen1.000 x 590 x 430 mm20 kg
400 Litertransportabler Kleintank1.160 x 760 x 780 mm58 kg
500 Literdoppelwandiger Sicherheitstank810 x 740 x 1.348 mm140 kg
1.000 Literdoppelwandiger Sicherheitstank1.230 x 1.030 x 1.400 mm310 kg
2.000 Literdoppelwandiger Sicherheitstank1. 600 x 1.200 x 1.600 mm500 kg
4.000 Literzwei PE-Tanks mit Auffangwanne in einem verschließbaren Container3. 100 x 2.200 x 2.380 mm1.200 kg
5.000 Literdoppelwandiger zylindrischer Heizöltank2.770 x 1.600 x 2.600 mm1.450 kg
8.000 Litervier PE-Tanks mit Auffangwanne in einem verschließbaren Container6.058 x 2.438 x 2.591 mm3.500 kg
10.000 Literdoppelwandiger zylindrischer Heizöltank6.800 x 1.400 x 2.600 mm2.250 kg

Wichtig zu wissen ist, dass die Maße von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ausfallen können. So sind häufig auch Zwischengrößen sowie mobile Öltanks mit einem Fassungsvermögen von 10.000 bis 25.000 Litern erhältlich.

Auswahl mobiler Öltanks hängt vom Heizölverbrauch ab

Anhänger- und Containerheizungen verfügen häufig über integrierte Kleintanks für Heizöl. Diese ermöglichen jedoch nur kurze Reichweiten und machen vor allem bei längeren Einsatzzeiten häufiges Nachtanken erforderlich. Mit mobilen Öltanks ist das nicht nötig. Diese lassen sich einfach neben der Mobilheizung aufstellen und an diese anschließen. Das benötigte Tankvolumen hängt dabei vom Verbrauch sowie von der Einsatzzeit ab. Es sollte so klein wie möglich ausfallen und den für die Dauer der Miet-/Nutzungszeit veranschlagten Verbrauch nicht überschreiten. Wie hoch dieser ist, zeigt ein Blick in die Produktunterlagen der entsprechenden Heizung.

Technische Anforderungen: Darauf ist im Einsatz zu achten

Heizöl ist ein wassergefährdender Stoff, der auf keinen Fall in die Umwelt gelangen darf. Aus diesem Grund ist der Einsatz mobiler Öltanks mit zahlreichen Sicherheitsanforderungen verbunden. Wichtig ist dabei unter anderem eine doppelwandige Ausführung, durch die auch bei einem Defekt kein Heizöl ausläuft. Alternativ zu doppelwandigen Tanks kommen auch einfache Systeme mit umliegender Ölauffangwanne zum Einsatz. Mobile Öltanks müssen außerdem geprüft sein und über eine bundesweit gültige bauaufsichtliche Zulassung als Lagerbehälter verfügen. Letzteres gilt vor allem dann, wenn es um die Aufstellung eines mobilen Öltanks im Wasserschutzgebiet geht.

Wichtig zu wissen: Bis zu einer Stand- und Nutzungszeit von 6 Monaten gelten Sonderregelungen für mobile Öltanks. Bleiben die Anlagen ohne Unterbrechung länger in Betrieb, gelten sie als ortsfest und es greifen die Regelungen der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV).

Anforderungen an den Transport mobiler Öltanks

Werden mobile Öltanks vollgefüllt zum Einsatzort transportiert, sind die Anforderungen der ADR-Richtlinie zu befolgen. Diese erlauben bis zu einer Füllmenge von 1.000 Litern den vereinfachten Transport ohne Gefahrgutführerschein oder Fahrzeugkennzeichnung. Außerdem sind folgende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen:

  • lesbare Kennzeichnung der Transportbehälter
  • 2-kg-Feuerlöscher an Bord des Fahrzeugs
  • Mitführen der richtigen Beförderungspapiere
  • Einweisung der Fahrer nach ADR-Anforderungen

Darüber hinaus kommt es auf einen unversehrten sowie intakten Zustand der Lager- und Transportbehälter an.

Isolierung und Tankheizung für den Wintereinsatz

Bei Temperaturen von etwa 3 Grad Celsius flocken die im Heizöl enthaltenen Paraffine aus und stören damit die Fließfähigkeit des Brennstoffs. Das Phänomen verstärkt sich bei weiter sinkenden Temperaturen und führt bei etwa minus zehn Grad Celsius zum Stocken. Soll der mobile Öltank im Winter zum Einsatz kommen, ist daher eine Isolierung sowie eine Tankheizung vorzusehen. Bei Letzterer handelt es sich vereinfacht erklärt um eine Heizpatrone oder einen Rohrheizkörper im Heizöltank. Dieser erwärmt sich mithilfe von Strom und stellt sicher, dass das Heizöl auch bei tiefen Umgebungstemperaturen nicht stockt.

Wichtig zu wissen: Für den Winterbetrieb mit Tankheizung ist ein Stromanschluss erforderlich.

Leckageüberwachung für Sicherheit am Heizöltank

Um das Auslaufen von Heizöl zu verhindern, sind mobile Öltanks mit einer sogenannten Leckageüberwachung ausgestattet. Diese arbeitet druck- oder flüssigkeitsbasiert und schlägt Alarm, sobald eine Undichtigkeit in der schützenden Tankhülle auftritt.

Regelmäßige Kontrollen der Lager- und Transportbehälter

Zu einer hohen Sicherheit tragen außerdem regelmäßige Kontrollen am mobilen Öltank bei. Diese sind alle zweieinhalb Jahre Pflicht und von einem Sachverständigen durchzuführen. Die Prüfung umfasst dabei eine Dichtheitskontrolle, eine Innenbesichtigung sowie eine Überprüfung aller vorhandenen Ausrüstungsteile.

Gasfass und Pellettank als Alternativen zum mobilen Heizöltank

Mit dem mobilen Flüssiggastank steht Verbrauchern eine Alternative zum Heizöltank zur Verfügung. Die sogenannten Gasfässer fassen 320 kg Flüssiggas und sind ebenfalls für den Betrieb mobiler Heizungen geeignet. Von Vorteil ist der uneingeschränkte Winterbetrieb. Außerdem ist Flüssiggas kein wassergefährdender Stoff. Die Reichweite der Gasfässer ist im Vergleich zu Heizöllagerbehältern allerdings geringer. Dafür lassen sich die Behälter genau wie kleine Heizöltanks auch ohne Gefahrgutschein-Führerschein transportieren.

Mobile Pellettanks für transportable Pelletheizanlagen

Aus Umweltschutzgründen gewinnen mobile Pelletheizanlagen an Beliebtheit. Die Geräte sind dabei als Warmluft- oder Zentralheizung ausführbar und mit einem separaten Pellettank ausgestattet. Letzterer stellt eine weitere Alternative zum mobilen Heizöltank dar. Anders als Flüssiggas setzt er aber auch die Wahl einer anderen Heizlösung voraus. Mobile Pellettanks haben ein Volumen von drei Kubikmetern. Sie fassen zwei Tonnen Pellets und bevorraten damit genau so viel Energie, wie ein 1.000 Liter Heizöltank.

Mobiler Heizöltank: Kosten für die Tankanlagen zum Mieten

Wie viel ein mobiler Heizöltank kosten kann, hängt vor allem von seiner Größe ab. So gibt es kleine 500-Liter Öltanks für rund 8 bis 10 Euro pro Tag. 1.000 Liter Heizöltanks kosten etwa 10 bis 12 Euro pro Tag und 2.000 Liter Tankanlagen schlagen mit 15 bis 18 Euro pro Tag zu Buche. Während sich die Angaben als Richtwerte verstehen, sorgt ein individuell erstelltes Angebot für Gewissheit.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Kann ich einen mobilen Öltank im Wasserschutzgebiet aufstellen?

Sofern der Tank über eine entsprechende Zulassung verfügt, ist das möglich. Doppelwandige Tankkonstruktionen, Systeme zur Leckageüberwachung und regelmäßige Kontrollen gewährleisten dabei, dass kein Heizöl in das Grundwasser gelangt.

In welchen Größen kann ich einen mobilen Öltank mieten?

Kleine Transportbehälter gibt es bereits für 100 bis 400 Liter. Heizöl-Sicherheitstanks fassen 500 bis 2.000 Liter. Darüber hinaus gibt es Container sowie zylindrische Tankanlagen, die bis zu 25.000 Liter Brennstoff fassen. Die richtige Größe hängt dabei von der geplanten Einsatzdauer sowie vom Verbrauch der Ölheizanlage ab.

Wie hoch sind die Kosten der Heizöltanks zum Mieten?

Für Heizöltanks mit einem Fassungsvermögen von 500 bis zu 2.000 Liter fallen täglich etwa 8 bis 20 Euro an. Preisauskünfte für größere Tankanlagen sind auf Angebotsbasis möglich.

Kann ich einen mobilen Heizöltank im Winter benutzen?

Ja, das ist möglich, erfordert aber den Einsatz einer Tankheizung. Diese verhindert, dass im Brennstoff enthaltene Paraffine ausflocken und Heizöl stockt. Ohne die Tankheizung wäre der Einsatz ab etwa 3 bis 5 Grad Celsius nicht mehr zuverlässig möglich.

Gibt es Alternativen zum Heizöltank für den mobilen Einsatz?

Ja. Wer auf der Suche nach Alternativen ist, kann sich auch für ein Gasfass (mobiler 320-kg-Flüssiggastank) oder einen Pellettank entscheiden. Während die meisten mobilen Heizanlagen Flüssiggas anstelle von Heizöl verbrennen können, ist für den Einsatz von Pellets eine andere Heiztechnologie erforderlich. Ein Vergleich zeigt, dass die Lagerkapazitäten bei transportablen Heizöllagerbehältern am größten sind. Von diesen geht allerdings auch die größte Gefahr für die Umwelt aus.

Autor: Marc Bode

Marc Bode

Marc ist Geschäftsführer bei Deutsche Thermo. Er arbeitet seit 2009 in der Energiebranche und hat seine Ausbildung bei einem Anbieter für Flüssiggas gemacht. Seitdem war der Experte für Wärme- und Kältetechniken in vielen verschiedenen Funktionen tätig und hat 2020 Deutsche Thermo gestartet.